Stimmt genau, so in etwa ist der Tenor, wenn man mal doch über uns berichtet. Natürlich sind wir auch Ungebildet! Das darf man nicht Vergessen. Unser desinteresse an Politik ist auch ganz klar durch unsere Enthaltung zu erkennen.
Wie Du sagst, braucht man uns nicht und wenn, dann nur um zu Schimpfen, das wir ja Schuld sind, wenn unsere Stimme dann den anderen zugeschrieben wird. Ist doch klar, macht man sich mit einer Enthaltung doch parteiisch (Schreibt man das so, sieht Lustig aus^^?). Und wenn dann mal geredet wird drüber, dann das wir ja nur den Bodensatz der Gesellschaft ausmachen. Aus der Mittelschicht kommt kein Nichtwähler, weil der ist ja Gebildet genug, um zu Wissen, dass er was zu sagen hat bei der Wahl.
Ex-Bundeskanzler (und Ex-Person) Kohl hat es ja mal deutlich gesagt: der normale Bürger ist zu blöd um bei politischen Entscheidungen mitreden zu dürfen.
Ob er damit wohl nun die Nichtwähler auch gemeint hat?^^ Oder hat er die Wahler gemeint. Wer ist der Normale? Normus, Durchschnitt? Dann hat er auf jeden Fall von uns Nichtwählern gesprochen, oder nun doch nicht?^^
Ich würde dem Herrn Kohl ja sehr gerne zustimmen. Nur warum hat man dann so ein seltsames System. Bei dem man wie in der Schule schon vorher weis, wer als nächstes der Klassensprecher wird? Sicherlich die vernünftigste und ruhigste Pappnase in der Klasse und nicht der natürliche Anführer, welcher dann aber später auch irgendwie nicht so richtig im Leben durchstarten konnte auf einmal und eher Kriminell geworden ist, weil er nicht eingesehen hat, für seine Geschäfte einen Papierkrieg führen zu müssen, damit man ihm über die Hälfte seiner Arbeitsleistung wegnehmen kann.
Klare Strukturen wären doch Nett. Menschen, die man nicht Gewählt, sondern Berufen hat als Leiter unserer Gesellschaft, eben weil sie in ihrem Bereich bewiesen haben, das sie dazu geeignet sind, statt jeden Hanswurst an die Macht zu lassen, der genug Ellenbogenpower mitgebracht hat und die feinsten Versprechen vortragen kann.
Eine verrückte Welt.
Der gemeine Nichtwähler, so meine Meinung über ihn, ist da wesentlich aufgeklärter und lässt durch seine Bartstoppeln blicken, das er sehr Wohl weis, das er nichts zu sagen hat und nur zwischen Pest oder Cholera zu wählen hat. Ja, er mag dabei nicht allszu gebildet sein, aber sein Wissen um das Leben, ist umso Größer, die Realitätsnähe zu den Dingen, wie sie wirklich laufen kommt auch daraus geboren, das man für Spielereien am Boden der Gesellschaft kaum Zeit hat und findet, vor lauter Beschäftigung zu Überleben.
Auch setzt sich der gemeine Nichtwähler offenbar gerne mit seltsamen Verschwöhrungstheorien auseinander, um sich den ganzen Scheiß früher oder später eben doch selbst erklären zu können. Das so manches dann wahr wird oder rauskommt, ist im eher Gewohnt, denn Besonders. Überlegungen wie es anders zu machen wäre, sagt er nicht Laut, weil Stimmlos und Verlacht. Aber im Vertrauen mit den Nachbarn, wird dann geraten, sich ein paar Vorräte anzuschaffen und ein bisschen Gold zu kaufen, falls es mal Hart auf Hart kommen sollte.
RE: Wundert es langsam keinen, das wir Nichtwähler völlig ignoriert werden in den Medien und der allgemeinen politischen Präsenz?