(das ist die Fortsetzung des letzten Posts)
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Besteht ein Verdacht auf ADHS, muss ein Kinder- und Jugendpsychiater oder ein erfahrener Arzt die betroffene Person gründlich über diese Krankheit aufklären. „Dieser kann mit verschiedenen Test- und Untersuchungsverfahren und Fragebögen ADHS diagnostizieren und erforderliche Therapiemaßnahmen einleiten.“ Im Zentrum der Untersuchung steht die gründliche Aufzeichnung über den Störungsverlauf, der situationsübergreifend bis in das frühe Entwicklungsalter zurückverfolgbar ist. Die Aufklärung der Eltern, des Kindes und vom Kind selber steht ebenfalls im Mittelpunkt der Diagnostik. “Die Exploration des Kindes/Jugendlichen bezieht auch dessen „Verhaltensbeobachtung“ während der Exploration und während anderer Untersuchungen sowie seine „psychopathologische“ Beurteilung mit ein.“ Um von einer ADHS zu sprechen, müssen sich die drei Hauptanzeichen einer ADHS (Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität), die sich von Patient zu Patient unterscheiden, über einen längeren Zeitraum, wenigstens über sechs Monate, vorhanden und beobachtbar sein.
Wichtige Bausteine im Rahmen der Diagnosestellung können sein:
„Sie sind normiert und die erzielten Ergebnisse des Patienten zeigen insofern die eingeschätzte Problemintensität mit guter Validität an.“ „Zur Beurteilung der ADHS-Symptomatik in der Schule wird häufigsten der fremdbeurteilungsbogen ADHS aus dem Diagnostik-System für Psychische Störungen um Kindes- und Jugendalter nach ICD – 10 und DSM-IV eingesetzt.“ Dieser Fragebogen umfasst die einzelnen Symptome einer ADHS und kann auch von den Eltern oder der Lehrperson beurteilt werden. Diese Fragebögen können mit einem faktoranalytischen Persönlichkeitstest verglichen werden. Da Kinder mit ADHS oft weitere psychische Auffälligkeiten aufweisen, empfiehlt sich zusätzlich der Einsatz von Fragebögen, die ein „breites Spektrum psychischer Auffälligkeiten erfassen.“ Solche Fragebögen erfassen nicht nur ADHS, sondern auch Angststörungen, soziale Probleme oder aggressives Verhalten.
Diese kann von der Intelligenz, sprachlicher und motorischer Entwicklungsstand, schulische Leistungsfähigkeit oder von der Aufmerksamkeitsleistung sein und ist häufig ein Bestandteil des Aufklärungsprozesses. Eine Begabungsuntersuchung ist auch sehr wichtig, um eine intellektuelle Unter- oder Überforderung des Kindes als Ursache auszuschließen.
„Diese Untersuchung wird in jeweiligen Fachgesellschaften verschieden bewertet.“ In USA wird eine körperliche Untersuchung und eine spezifische somatische Anamnese als eine äußerst notwendige Untersuchung gesehen. In Europa wird häufig eine solche Untersuchung nur vorgeschlagen.
Fortsetzung folgt...