Lieber Thomas,
es ist kein Geheimnis, dass nahezu jedes System Schattenseiten hat, die auch weithin bekannt sind. Schließlich muss man ja mit ihnen umzugehen wissen, bedient man sich des jeweiligen Systems. Was als Schlecht erkannt wird, entspringt stets der Perspektive von Partikularinteressen. So sehen Unternehmer Schatten, wo für andere Gruppen das Licht ist und umgekehrt. Aus den Widersprüchen entsteht Propaganda, also Verführung, getrieben von gerissenen Profiteuren.
Ich bin daher nicht mehr so sehr daran interessiert, was alles falsch läuft. Die Perspektive Betroffener ist ja auch gar nicht das Rätsel und muss nicht tausendfach wieder auf den Tisch gelegt werden. Mich persönlich interessieren tragbare Alternativen. Die werden, bei all dem gepflegten Blues, nämlich nie auf den Tisch gelegt. Außer haltlosen Utopien ist da leider kaum was in Sicht, was jeder akzeptieren will (WILL!!!). Wir hören immer nur Maximalforderungen, also Lösungsvorschläge mit der Brechstange.
Dabei würde uns ein realistischer Pragmatismus tatsächlich weiter helfen. Aus der Richtung kann ich, zumindest hier auf dem Steem, leider keinerlei Beiträge entdecken. Ich meine aber, dass dringend nötig wäre, an Alternativen zu arbeiten. All das bekannte Geheule führt niemanden weiter, außer die Trumps und Johnsons dieser Welt, die raffiniert Widersprüche für ihr Geschäftsmodell zu nutzen wissen. Das kann doch nicht alles gewesen sein, dessen ein vernuftbegabtes Wesen fähig ist. Ich denke, da geht noch was mehr!
RE: Marktwirtschaft vs Algorithmen & KI