Achtung! Korrekt umgekehrt würde es so aussehen, dass deutsche Firmen von hier aus in den USA Geschäfte machen und dort keine Steuern bezahlen.
na ja das funktioniert ja so herum auch fast, in jedem Staat der Welt gibt es exakt diese Konstruktion die Holdingstrukturen (Stiftungen), aber Steuersystem werden immer komplexer da hilft ein normaler Steuerberater überhaupt nichts mehr denn der ist schon mit der Buchhaltung in D und den damit verbundenen ständigen Änderungen heillos überfordert.
Die AXA ist ja nun keine wirklich deutsche Gesellschaft sondern nur die Tochter der französischen Muttergesellschaft und wird auch so bebucht, es gibt einen Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft, und die verschiebt die Einnahmen weiter in irgendwelche Steuerparadiese -wie alle großen Konzerne- !
Das mit den bemannten Niederlassungen ist ein must have weil sonst das Konstrukt nicht funktionieren würde, denn ohne das Personal vor Ort keine Anerkennung als Firma, allerdings geht das auch in der Regel mit von dort eingesetzten und entsprechend qualifiziertem Personal was in diesen Standorten oft in ausreichender Menge zur Verfügung steht.
Das mit den Immobilien-preisen im Zuge einer solchen Entwicklung ist in allen Ländern dieser Erde gleich, es gibt Wohnviertel für das Arbeitervolk und Villengegenden für die Besserverdiener, sowas kann lokal gesteuert werden ohne das es zu einer Verknappung von irgendwas kommt.
Ich kenne das sehr gut aus Zypern, Italien und Spanien und GB, wo normale gute Wohnungen zur Miete mit den üblichen Gehältern der Einheimischen unmöglich von einer Person aufgebracht werden können da müssen zwei arbeiten.
Und in Deutschland sieht das ganz genauso aus, sieh mal in Hanau herum, nimm ein paar Vermietungsofferten aus der Zeitung oder dem Internet, wer bitteschön mit einem Gehalt von etwas mehr als 1000€ netto (meist junge Leute, allein erziehende Mütter, Rentner also ca. 30-40% der Einwohner) soll denn Wohnungsmieten von 600€ und aufwärts kalt bezahlen und dann noch irgendwas zum Leben übrig haben, ganz davon zu schweigen wie man an seinen Arbeitsort gelangt (egal ob Bus, Bahn oder Auto), die Probleme sind überall die selben.
Ich würde auch nicht so weit gehen wollen grundsätzlich Firmen verurteilen zu wollen die versuchen das mögliche auszuschöpfen um die Gewinnbesteuerung so gering wie möglich zu halten. Denn es sind ja nicht nur die Steuern auf den Gewinn sondern auch noch heftige Aufschläge für Gewerbesteuern, Zwangsvereinsbeiträge (IHK, GEZ, GEMA etc.).
Und was man bei all dem nicht vergessen sollte die Firmen zahlen auch horrende Summen in die Sozialversicherungssysteme ein und das völlig unabhängig von der Einnahme-Situation (hier interessiert Gewinn oder Verlust überhaupt nicht), das hat schon so manches Unternehmen mindestens in Bedrängnis gebracht wenn nicht sogar umgebracht, ich weiß das sehr genau da ich das bereits mehrfach erlebt habe zuletzt mit einer Mannschaft von mehr als 20 Leuten die auf 85 bis 120 hätte aufgerüstet werden sollen, aber über genau solche Aktionen ins Jenseits geschickt wurde -von Amts wegen quasi-, das ist bitter.
RE: Marktwirtschaft vs Algorithmen & KI