Wir müssen das sehen, was ist. Nicht auf das schauen, was wir uns wünschen zu sehen. Dann könnten wir vieles erkennen, was uns eben noch verworren erschien. Auf der einen Seite sitzt die Inc. mit dem jungen Mann an der Spitze, der den Steem gedacht und in die Welt gesetzt hat. Er tut alles dafür, dass dieses Kunstwerk aus Graphene läuft. Damit es gesund bleibt. Der tapfere Chef der Inc. wurde gerade vom Schöpfer des Steem verlassen mit den Worten, er selbst sei kein Webdesigner und das ist es, was Steemit jetzt brauche. Er sei jetzt mit seiner Sache fertig und wolle andere Partner glücklich machen. Da kann jeder zustimmen.
Dieser Wandersmann war nicht irgendwer, sondern Dan der Architekt des Steem. Daher sollte sich nicht nur Ned dessen Worte zu Herzen nehmen. Sie kamen immerhin von Herzen, sofern man Dan eins zugestehen möchte. Da wir das alle von Herzen tun, behalten wir seine Worte im Hinterkopf und bauen unsere Gedanken an diesem nicht unwichtigen Hinweis konstruktiv auf. Weitere Worte aus der Inc., sofern ich sie richtig vernommen habe, lauteten: „Nehmt Euch den Steem, gehet hin und seid glücklich!“
Abgesehen davon, dass es genau die Worte von MUAD'DIB [1] gewesen sind, ist dieses Angebot ein ebenso großzügiges. An wen wurde es gerichtet? An alle, die schon ein Jahr auf Steemit sind und selbst wer ein jüngeres Exemplar ist, eventuell interessiert, hat all das auch schon lesen können. Ein paar Entwickler hörten die Worte wohl und entwickelten, jeder für sich und auch ein paar zusammen, wundervoll brauchbare Anwendungen für den Steem. Sogar an neuen Frontends basteln sie und an einem Forum. Alle entwickeln vor sich hin und die Einen werden in eher bescheidenem Umfang wahr genommen, während Andere täglich in Benutzung sind, aber nichts davon haben. Es sei denn, sie bloggen, was sie tun. Dann werden sie geflaggt.
Das ist das Setup am Steem, dessen Hauptleben sich auf einem, bleiben wir doch positiv, rudimentären Blog mit unbeschränkten Möglichkeiten abspielt. Spreche ich für mich persönlich, ich wollte keine der neuen Plattformen gegen den Blog von Steemit tauschen. Mich hat keine Lösung bisher davon überzeugt das zu verlassen, was ich so mühsam gelernt habe und jetzt ganz gut beherrsche. Aber jede neue Lösung für sich birgt eine spezielle, die in Steemit gebraucht wird. Man wünscht sich das Eine oder Andere, aber kann sich gut bewegen. Ha und jetzt kommt die Glühbirne. Das Eine oder Andere ist doch schon da! Es muss nur noch rein in Steemit.
Eine Sache wäre noch zu klären. Geld ist genug da, oder wofür sollen diese steemit–, blocktrade–, poloniex– und bittrex–whales STEEM–Millionen sonst gut sein? Die liegen rum und wollen investiert werden. Die Klopse müssten doch nur mal husten und würden so viel STEEM dabei abwerfen, dass Entwickler gemütlich entwickeln könnten, sich sogar mal eine Woche zum Satsang mit Moji in Portugal treffen, um mir einen Tee zu spendieren und im Übrigen das Frontend dermaßen aufzupimpen, dass es spätestens in einem halben Jahr als Glanzstück brilliert. Wenn der Steem dann auf Steemit flutscht, freuen sich die Whales über sauber angelegten STEEM. Freuen sich über Börsen. Eine Investition, die sich garantiert auszahlt. Entwickler freuen sich, die sogar hie und da auch Witness sind. Die haben dann eine noch breitere Brust und der Steem strahlt im Win–Win–Win–Himmel. Schlechte Laune sind die Shareholder los.
Ich finde, jede Flag sollte den Flaggenmaat richtig STEEM kosten. Dann überlegt der sich das zweimal und für den Fall grober Übertretungen, sollte man ein Meldeverfahren implementieren, das ab einer gewissen Votegröße einen Automatismus auslöst. Im Fall von Flag–Missbrauch, wie z.B. gerade bei unserem @fyrstikken, ginge ein Automatismus los, der dem Flaggenmaat auf Zeit das Spielzeug entzieht. Die Gemeinschaft votet einfach auf einen Blogeintrag mit bestimmtem #flagtag. So, jetzt ist aber Sonntag! Wir verschwinden dann alle in das Steemit unserer Wahl und da läuft so ein Scheiß nicht mehr.
[1] Der Wüstenplanet von Frank Herbert
Foto: Plakate ankleben, Köln 2008
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