🎤 Sing us a song, you're the PIANO MAN... 🎹

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Ziemlich gute Sitzplatzkarten in der 17. Reihe im Innenraum nützten begeisterten Damen, die die 1,60 m knapp überschreiten, wenig, denn nach einem pathetischen Einzug auf die Bühne zu Beethovens 9. Sinfonie hielt es bereits bei den ersten Klaviertönen zu My Life keinen der 30.000 Besucher im Hamburger Volksparkstadion auf den Stühlen.
Gestern gab sich Billy Joel bei seinem einzigen Deutschlandkonzert in Hamburg die Ehre.

"Ich bin 69, ich bin ein alter Mann!", rief Joel fast entschuldigend ins Publikum und verwies auf seine geringen Deutschkenntnisse, obwohl der New Yorker Songwriter Sohn eines deutschen Vaters ist, der als Jude noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aus Deutschland flüchtete.
Das "Alter" ließ Billy Joel keine Salti mehr auf der Bühne schlagen, seiner markant-rauchigen Stimme tut es aber keinen Abbruch.

Ganz in schwarz gekleidet reihte der Mann am Flügel mit seiner grandiosen achtköpfigen Band einen Hit an den anderen. Das recht textsichere Publikum unterstützte die Musiker bei She’s Always a Woman, The Longest Time, Movin‘ Out, Uptown Girl und Leningrad.
Man mochte an Frank Sinatra denken, als Bilder des Big Apple zu New York State of Mind über die großen Videoleinwände flimmerten, ganz großes Jazz-Kino wurde den begeisterten Zuschauern mit Zanzibar geboten: Flügelhorn- und Trompeten-Soli von Carl Fisher ließen keine Wünsche offen, "We're used to play this at Montreux Festival" witzelte derweil Joel.

Die gesamte Set-Performance war sehr abwechslungsreich ("Who the hell wants to listen to Joel?"), so griff der Meister der Tasten zur E-Gitarre und begleitete einen Crew-Rowdie rockend zu AC/DC's Highway to Hell, was das Stadion zum Kochen brachte. Mit dem Rhythmusgitarristen Mike DelGuidice wurde ein weiteres Bandmitglied ans Mikrofon gebeten und es ertönte die wunderschön vorgetragene Puccini-Arie Nessun Dorma.
Eingeleitet durch ein tief geseufztes "Finally" erklang als letztes Lied vor der Zugabe endlich Piano Man, was ein Gros des Publikums zum Aufflackernlassen von Handy-Taschenlampen motivierte. Feuerzeuge und Wunderkerzen waren einst stimmungsvoller, doch auch Joel's Fans gehen mit der Zeit.

Den Rock'n'Roll sparte sich Billy Joel für die Zugabe auf, gab u.a. mit We Didn't Start the Fire und You May Be Right noch einmal alles.
Nach zweieinhalb Stunden endete ein unglaublich eindrucksvoller Konzertabend mit „Thank you, Hamburg, auf Wiedersehen!“

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Das Bild stammt von mir, das andere ist von hier.

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01.07.2018


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