zu 1. Der Anreiz für einen Menschen Lohnarbeit nachzugehen ist Geld zu verdienen, ohne den Aufwand eines eigenen Unternehmens und das damit verbundene Risiko einzugehen. Das war die längste Zeit der Menschheitsgeschichte (mindestens bis 1500) nicht der Fall, weil die Menschen genug damit zu tun hatten, genügend Lebensmittel zu besorgen, d.h. Landwirtschaft zu betreiben (Empfehlung: Vaclav Smil lesen). Landwirtschaft ist weniger gut für Arbeitsteilung geeignet als industrielle Produktion. Und Landwirtschaft ist in der Regel eine "beschissenere" (Deine Formulierung) Tätigkeit als die meisten industriellen Tätigkeiten gegen Lohn.
zu 2. Was hat diese Frage mit dem Thema zu tun?
zu 3. weil sie ihr Leben damit verbessert haben. Marx hat in seinen Schriften nicht erkannt, dass die Zustände im "Manchester-Kapitalismus" (so schlecht sie auch waren) eine Verbesserung gegenüber den Jahrhunderten davor war. Zuvor waren Hungersnöte an der Tagesordnung und Menschen sind zu Hunderttausenden jährlich verhungert. Nur waren die Zustände da so schlecht, dass es noch nicht mal Journalisten oder Chroniker gab, die darüber detailliert Bericht erstatten konnten. Auch hier empfehle ich Smil (https://www.goodreads.com/book/show/31850765-energy-and-civilization). Die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität hatte zur Folge, dass viel mehr Menschen ernährt werden konnten und die Kindersterblichkeit sank. Der Anstieg der Population führte dazu, dass Menschen (v.a. jüngere Brüder) auf den Höfen nicht mehr gebraucht wurden. Anstatt von den Höfen vertrieben zu werden (was sie vermutlich zu Kriminellen gemacht hätte), hatten diese die Möglichkeit sich eine Anstellung in der Stadt zu suchen.
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RE: Warum Deflation besser wäre als Inflation / Why deflation would be better than inflation