Verloren gegangen

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Es gibt Situationen, in denen man nicht weiß, wo man sich befindet. Verirrt, verlaufen, den falschen Wanderpfad abgebogen, von der Welt abgeschnitten. Dies kann mit einem kleinen Schrecken einhergehen und dem großen Erleichterungsgefühl, wenn alles gut geht.

Eine Erinnerung:

Es war im Sommer und es war ganz warm. Und ich bin eigentlich niemals verloren gegangen. Niemals will ich verloren gegangen sein. Was für eine Vorstellung.

Dennoch bin ich kurzzeitig mal vom Weg abgekommen, habe die Orientierung gesucht. Am Strand habe ich mich einst verlaufen. Weil alle Gesichter gleich aussahen. Die Leiber der Menschen auf Handtücher gebettet und mit Taschen, Sonnenbrillen und Cremes ausgestattet den Sommertag gesucht. Das glitzernde Meer hat mich weggetrieben. Und am Ufer plötzlich ein anderer Blick.

Die Familie wiedergefunden, zwischen den Schirmen geirrt. Aber dann war da dieser Ort, wo man mich fragte, wo warst du. Wo man mir einen Platz einräumte und wo ich hingehörte.


Bild (c) Pixabay

Verloren gegangen | Ecency