RE: RE: Zeitgedanken provoziert mal wieder! Recht ohne Staat ist schon lang überfällig
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RE: Zeitgedanken provoziert mal wieder! Recht ohne Staat ist schon lang überfällig

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Viele von uns haben die Scheinheiligkeit und Subjektivität der Mainstream-Medien durchschaut und versuchen in unabhängigeren Medien einen Ausgleich zu finden. So auch ich. Doch dieser Ausgleich hilft mir oft auch nicht weiter.
Ich bin dann zwar informiert, aber auch aufgewühlt. Nicht wegen den Enthüllungen, sondern eher wegen dem vorwurfsvollen und abwertenden Ton, den diese Artikel und Videos oft haben.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fühle ich mich davon angegriffen, beginnen meine Gedanken, mich zu rechtfertigen, nach dem Motto: ich seh etwas was du nicht siehst.

Dabei gehöre ich zu den „wachen“ Menschen der Bevölkerung, da ich mir durchaus bewusst bin, dass in dieser Welt, in den oberen Gesellschaftsschichten und in den unteren, Sachen abgehen, die ich mir noch nicht einmal vorstellen kann (oder will), die ungerecht sind, die grausam sind, die zerstörerisch und böse sind. Zumal ich nicht sehe, was ich dagegen unternehmen könnte.

Dies hat mich so lange Zeit in meinem Leben bedrückt und geängstigt, dass ich irgendwann entschied, mich nicht mehr damit zu befassen.
Denn ich werde zwar informiert, aber mir wird danach keine Lösung angeboten, mir wird nicht die Möglichkeit aufgezeigt, die mir diese Infos bieten sollen. Seitdem habe ich mich für einen anderen Weg entschieden und der heißt Eigenverantwortung.
Anstatt über den schlimmen Zustand der Welt zu lamentieren und mich selbst damit fertig zu machen, habe ich beschlossen nach einer Lebensweise zu suchen, die mir nicht komplett sinnlos erscheint und die irgendwie erträglich ist, denn sonst wäre meine Existenz ja wirklich umsonst.

Statt den Sinn des Lebens und unserer Existenz in der Welt zu suchen, habe ich also beschlossen, ihn meinem Leben selbst zu geben.
Ich verleugne dabei nicht, was alles Schlimmes geschieht, aber ich konzentriere mich auch nicht wie ein Masochist darauf. Stattdessen versuche ich das Bild zu ergänzen, denn es ist nicht alles Kacke.

Nun habe ich das Gefühl, dass viele Menschen mit Unzufriedenheit und Frust viel vertrauter sind, so dass Lebensfreude sich für sie fremd und irgendwie falsch anfühlt. Aber ich lasse mich von den Miesmachern nicht mehr runterziehen. Aber dafür bereichern.
Ich weiß, dass ich zu Begeisterung neige, was viele als Naivität oder Weltfremdheit abstempeln. Aber ich brauche diese Begeisterung, um nicht den Antrieb für das Weiterleben zu verlieren und in die Gefahr von Selbstmordgedanken zu rutschen, die am Ende genauso sinnlos wären wie alle anderen meiner Grübeleien, da ich mir bewusst bin, dass ich nicht den Mut hätte, meiner Existenz auch tatsächlich ein Ende zu setzen, aber das ist ein anderes Thema. Oder vielleicht auch nicht.
Es erscheint mir nicht einmal absurd, wie viel Betrug, Mord und Ausbeuterei in der Welt und in den Medien herumspuken.
Ich habe für mich gelernt, zu akzeptieren, dass die Welt so ist.
Sie besteht aus Gegensätzen, ob uns das jetzt gefällt oder nicht. Warum die „dummen Schranzen“, nichts unternehmen? Ja weil es ihnen nicht so schlecht geht, dass es sich für sie lohnen würde.

Die Machtleute von heute sind so schlau, die Massen, die etwas unternehmen könnten, „wohlhabend“ genug zu halten und vor allem sie zu „unterhalten“ und von ihren Machenschaften „abzulenken“, indem sie sie spalten anstatt zu versöhnen und zu vermitteln.

Wenn es den Leuten dreckig genug ginge, würden sie sich vielleicht auflehnen, so wie einst in der DDR oder in der französischen Revolution. Aber vielleicht haben sie auch gemerkt, dass sich am Ende gar nicht so viel ändert.

Früher hatte der Adel und der König das Geld und die Macht, heute sind es die Großunternehmen, die schlau genug sind, sich hinter den Politikern zu verstecken.
Ich sage mir, sollen sie doch. Glücklich wirken die auf mich trotzdem nicht. Mir sind diese Leute egal. Ich beneide sie nicht und ich bin nicht wütend auf sie.
Ich nehme sie wahr, aber lasse sie dann links liegen und versuche, meine wertvolle Gedankenenergie so wenig wie möglich mit Frust oder Wut über Menschen und Sachen, die ich nicht ändern kann, zuzumüllen. Stattdessen lenke ich meine Kaufkraft in Richtungen, die ich unterstützenswert finde, wobei mir die „alternativen“, unabhängigen Medien wieder sehr helfen.
Sie zeigen mir auch, dass immer mehr Menschen aufwachen, und nicht bereit sind, wie dumme Maschinen behandelt zu werden, sondern sich nach Lösungen umsehen und nicht länger wahllos manipulieren lassen.

Ich muss nicht alles verstehen, aber ich muss auch nicht Schwarzmalen und kann anerkennen, was wir schon erreicht haben. Es wird immer Sachen geben, die uns als unzumutbar erscheinen, und somit zum Wachstum und Handeln zwingen werden – wobei Handeln für die einen „Kämpfen“ und „Gewalt“ für die anderen „Informieren und aufklären“ und für wieder andere „Spiritualität“ und „Philosophie“ bedeuten kann.
Ich lehne es auch ab, weiß zu sehen, was sowie kaum möglich wäre, da müsste man schon sehr unter Drogen gesetzt werden oder abgeschottet im Wald leben.
Das Leben spielt in Farbe und so wechselt auch oft meine Weltsicht ein wenig, während eines konstant bleibt: Mein Durst nach Bereicherung und Wachstum im geistigen und lebenskünstlerischen Sinne.

@zeitgedanken: Viele von uns | Ecency