RE: RE: Auch nach weitergehenden Betrachtungen und Blicken in die Geldgeschichte: Weit und breit keine Geldeinführungen in Sicht!
You are viewing a single comment's thread from:

RE: Auch nach weitergehenden Betrachtungen und Blicken in die Geldgeschichte: Weit und breit keine Geldeinführungen in Sicht!

Words
354
Reading
2 min
Listen
Play
5y

Mal einen hypothetischen Gedanken:
Was wäre, wenn Geld (Scheine und Münzen) nur eine juristische Komponente hätten? Eine Komponente um einen Vertrag vorzeitig abschließen zu können!!
Denn was ist eigentlich ein Handel? Es ist meines Erachtens nichts anderes als ein Vertrag. Ein Vertrag auf den Austausch von Waren und Dienstleistungen.
Was passiert eigentlich bei solch einem Vertrag? Wir sind so auf Geld konditioniert, dass wir die eigentlichen Abläufe völlig außer acht lassen. Es ist für uns so selbstverständlich, dass der eine eine Ware oder Dienstleistung liefert und der Andere mit Geld bezahlt. Aber brauchen wir zum Leben Geld? Oder brauchen wir tatsächlich Waren und Dienstleistungen, in welchen das Geld nur ein Lückenfüller ist um an die Waren und Dienstleistungen zu kommen?
Es handelt sich bei einem Vertrag, bei genauer Betrachtung, um einen Austausch von Waren und Dienstleistungen, in welchen die eine Partei sein Versprechen Waren und Dienstleistungen zu erbringen und die bezahlende Partei nur ein Versprechen „auf“ Waren und Dienstleistungen abgibt (Geldzahlung). Ohne dass es uns bewusst ist, versprechen wir unserem Handelspartner bei der übergäbe von Geld, dass er mit diesem Geld seine Waren und Dienstleistungen von einem Dritten beziehen kann. Wir schließen, nur juristisch, einen Vertrag mit Geldzahlung ab. Der eigentliche Tauschakt ist damit aber noch nicht erfüllt. Bei Geldübergabe ist nur ein Versprechen abgegeben worden, dass der in Geld Zahlende versprochen hat, dass für dieses Geld die gewünschten Waren und Dienstleistungen bei Dritten bezogen werden können. Und dies immer nur auf Zahlenwert von „gestern“. Juristisch ist der Vertrag wohl erfüllt, aber noch nicht faktisch.

Geld (geldhaftes) und Geldeinführung (Scheine und Münzen) sind nicht unbedingt das gleiche. Geldhaftes kann in Form einer Tomate sein. Hier wird der Tausch eventuell sogar erfüllt (wenn Tomaten als Bezahlung das gewünschte Gut war, es könnte ja sein der Tomatenempfänger wollte eine große Menge an Tomatenmark herstellen).
Bei der Geldeinführung ist es daher sehr schwer festzustellen ob es sich entwickelt hat, oder ob es aufoktroyiert wurde. Beides ist zuvorderst erst mal denkbar. Um es feststellen zu können bedarf es noch weitere Untersuchungen (Beobachtungen).

Auch meine kurze Skizzierung einer Hypothese (lediglich ein Teilbereich der Hypothese) bringt hier noch keine Auflösung.