Alles richtig was Du sagst, ich verteufele sie auch nicht. Jedem das Seine. Aber die Dinger (besonders die handlichen) sind nicht für einen 1,91 m - Mann konzipiert. Und die Qualität ist dem Preis absolut nicht angemessen. Die meisten sind Chassis' mit Pappschachteln, nicht sicher (Einladung zum Einbruch), nicht stabil, und wenig langlebig. Kastenwagen-Typen haben Kältebrücken, dass es einem schlecht wird. Bestenfalls ziemlich untauglich zum Wintercamping, schlimmstenfalls Rost- und Schimmelprobleme. Naja, Kleinserien sind eben teuer, das versteh' ich auch...
Wenn Du deine Hausaufgaben gemacht hast, bist Du mit dem Selbstbau echt besser bedient. Du bist Lokführer, also vermutlich Energieanlagen-Elektroniker o.ä. - richtig? Dann hast Du all das Rüstzeug, das Du brauchst, um einen Top-Umbau hinzukriegen. Aber es stimmt schon, nicht jeder hat eine technische Ausbildung, und die ist wirklich extrem hilfreich bei der Vermeidung von "Lehrgeld" beim Umbau. Unmöglich ist es in Zeiten der unbegrenzten Informationsflut aber auch nicht. Und sparen kann man auch schon dadurch, dass man nur genau soviel baut, wie man braucht. Rohes Sperrholz mit Leinöl anstatt feiner furnierter Möbelfronten u.s.w..
Aber klar, für mich als Ingenieur ist die Herausforderung auch ein Spassfaktor. Ein dicker Brocken plus Frau und Hund in L1H1 Trafic "mit alles". Das wird verdammt knifflig. Ich freue mich wie Bolle darauf - eine Art Puzzle zum Fahren :-)
mal gespannt wie dein Projekt laufen wird
Ich auch. Ich auch...
PS: Wenn Du Zeit hast, schau mal den Mann auf YouTube an:
https://www.youtube.com/channel/UCE9t6igwaLab9Fo05hs0Nsg
Ein Werbefotograf aus New Jersey, der sich vom Campingfreund zum kommerziellen Luxus-Kastenwagen-Bauer gemausert hat. Du kannst seinen Werdegang von Anfang an verfolgen und er LIEBT deutsche Technik. Sprinter Van, Eberspächer Heizung, Festo Werkzeug und, und, und. Will meinen, seine Empfehlungen sind oft 1:1 auf uns hier übertragbar. (Er macht aber auch Fehler und hat viel tiefere Taschen als wir - uffbasse!)
RE: Projekt Campervan: Loch im Dach, Isolierung und einen Namen