RE: RE: Over France Vol. IV (Drone Video)
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RE: Over France Vol. IV (Drone Video)

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Das ist ohne mehr Hintergrundinfo schwer zu beantworten, aber meistens handelt es sich um einen oder mehrere Fehler des Piloten. Das ist zumindest mein Eindruck von unzähligen Youtube-Videos, die ich mir im Laufe der Zeit so reingezogen habe.

Natürlich hängt es auch davon ab, von welcher Art Drohne wir reden, also ob es ein Spielzeug oder ein ernsthaftes Fluggerät war. Das Folgende basiert auf meiner Erfahrung mit DJI-Produkten, die ich für die besten halte - mal von extrem teuren Sonderanfertigungen mancher Kleinserienhersteller abgesehen.

Meistens haben es die Leute so eilig, ihre Drohne in die Luft zu bekommen, dass sie nicht warten, bis das Gerät ein ausreichendes GPS-Signal empfängt. 8 Satelliten sind das Minimum; ich fliege nie unter 10 und halte die Zahl auch ständig im Auge.

Dazu gehört auch, nicht abzufliegen, bis der Startpunkt klipp und klar registriert ist. Ebenfalls vorher einzustellen ist die Rückflughöhe, damit das Gerät sich beim automatischen Rückflug nicht irgendwo verfängt. Je nach Modell haben DJI Drohnen KI-Strategien, um Hindernisse zu umfliegen, aber nichts funktioniert besser, als einfach in sichere Höhe aufzusteigen und dann in gerader Linie heimzukommen.

Es kann durchaus sein, dass die Verbindung mit der Fernsteuerung mal abreisst, weil irgendein Sender im Fluggebiet unerwartet dazwischenfunkt oder man die Reichweite überschritten hat. Dann registriert die Drohne das und kommt von selbst wieder zurück, wenn man... (siehe oben). Auch diese Interferenzen werden angezeigt, Sekunden bevor sie zum Problem werden. Die Kunst ist, die Drohne in der Luft und die Telemetrie am Boden gleichzeitig zu beobachten.

Das erfordert Übung. Auch hier lassen sich die Leute aus übertriebener Eile und Begierigkeit dazu hinreissen, einfach in die Vollen zu gehen. Man sollte aber die Bedienungsanleitungen (auch online) studieren, bis man wirklich ALLES verstanden hat und dann in aller Ruhe auf freiem Feld solange üben, bis man sich sicher fühlt. Dazu gehört auch, dass man sein Fluggerät OHNE GPS beherrscht und wieder zurückholen kann. Das ist nicht ganz einfach, aber notwendig. Wenn man sich daran hält, dass man von Gesetzes wegen sowieso auf Sicht zu fliegen hat (so ca. 200m - 400m max. je nach Modell und Adlerauge), kann man seine Drohne auch nicht verlieren.

Wenn man mangels Aufmerksamkeit die Batterie so leer geflogen hat, dass die Drohne es nicht mehr heim schafft, versucht sie, selber zu landen, bevor sie abschmiert. Man kann - GPS vorausgesetzt - dann in der Telemetrie-App eine Funktion zur Lokalisierung der Drohne benutzen, ausgehend von der letzten bekannten Position, dem Kurs, u.s.w.. Die Chancen, das Vögelchen zu finden, sind auch bei vorher abgerissenem Kontakt nicht ganz schlecht.

Mal abgesehen von den ganzen Unterstellungen und Mutmassungen hier: NATÜRLICH ist es möglich, dass die Technik TOTAL versagt, z.B. durch Produktionsfehler. Controller kackt ab, Onboard-Platine der Drohne ist defekt, GPS-Modul versagt, und, und, und... Bei DJI habe ich dann Garantie, wenn sich aus den App-Logs ergibt, dass kein krasser Pilotenfehler vorliegt. Es ist halt auch hier so, dass, wer billig kauft, zweimal kauft.

LG - Folker

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