RE: RE: Nachlese zur Wahl in den USA
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RE: Nachlese zur Wahl in den USA

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Das Wahlmännersystem ist nicht verkackter als das Parteiensystem bei uns. Es ist eigentlich sogar ziemlich clever in einem Land mit derart diverser Bevölkerung und Bevölkerungsdichte.

Wirklich verkackt ist, dass es keine einheitlichen Bundesregeln zur Durchführung der Wahl gibt, sondern jeder Staat und Landkreis sein eigenes Süppchen kochen kann. Man könnte sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass das ein Ausdruck der Souveränität der Staaten und gelebte Subsidiarität ist.

Für mich ist die fehlende Meldepflicht ein freiheitliches Merkmal. Es geht den Staat einen Scheixdreck an, wann ich mich wo für wie lange aufhalte. Trotzdem sollte das existierende System (oder besser: die Systeme) der Voter Registration endlich mal vernünftig überarbeitet werden. Wer wählen will, muss ein Stückchen Freiheit aufgeben; das geht für mich in Ordnung.

Briefwahlen lehne ich aus grundsätzlichen Erwägungen ab. Wähler und Wahlhelfer sollten Gesicht zeigen müssen. Mit der schriftlichen Übertragung einer Stimme auf eine Vertrauensperson in Ausnahmefällen könnte ich mich gerade noch anfreunden, solange keine Vertrauensperson mit einem ganzen Bündel von Vollmachten antraben darf. Ein perfektes System wird es allerdings nie geben.

Da muss man Trump nicht mögen, um das erschreckend zu finden.

Den Nagel auf den Kopf getroffen!

@wulff-media: Das Wahlmännersystem | Ecency