Du bittest um eine Einschätzung.
Diese möchte ich dir auch nicht vorenthalten. Vorweg möchte ich dir den Rat erteilen, dich nicht vom Beifall (zusammengefasst in einem kurzen Satz) blenden zu lassen. @stayoutoftherz hat den Finger bereits in eine der Wunden gelegt. In einer solch kurzen Textpassage dürfen sich nicht so viele orthografische Fehler einschleichen. Ein Stolperstein für jeden Leser, der versucht, die notwendige Konzentration auf das eigentliche Geschehen aufzubauen.
Indem du Sätze mit Adjektiven überfüllst, geraten Detailschilderungen oft zu einem Hindernislauf. Nikotinflecken auf Brillengläsern sind nicht nur in der Realität, sondern auch für den Leser unwichtig – zumal es so etwas überhaupt nicht gibt.
Dazu gesellt sich, dass der kurze Text im Aufbau nicht stimmig ist.
Nur ein Beispiel: Die drei Schwestern werden von dem Notar erst bemerkt, als sie sich bereits bis zu seinem Schreibtisch vorgearbeitet haben. Bei dir folgt daraufhin von der »vergilbten Goldkrone« die Aufforderung: „Kommt herein.“
Wohin? Wenn ich fragen darf, wenn sie doch die Absätze ihres Schuhwerks im alten Dielenboden des Büros längst verankert haben?
Manchmal bewirkt das Straffen eines Textes kleine, positive Wunder.
Liegt überhaupt ein strukturiertes Gerüst über den Aufbau der Erzählung vor, an dem du dich bei der Ausarbeitung hochhangeln kannst?
Nimm meine Meinung nur als eine gut gemeinte Kritik auf, die dich frühzeitig auf Schwachstellen hinzuweisen versucht. 😉
RE: Die Rohfassung meines Romans ist fertig! Wer mag mal Reinlesen?