Es handelte sich keinesfalls um eine Schenkung. Dem Mann wird (wurde) vom Staat eine hohe Summe vorenthalten, die dieser als Staatsanleihe investiert hatte. Durch eine verheerende Zinspolitik der Zentralbank erhöhte sich der zurückzuzahlende Betrag um ein Mehrfaches. Was folgte, waren die üblichen Machtspiele. Das oberste Gericht entschied zugunsten des Mannes und die Regierung verharrte im Nichtstun. Die Angelegenheit sollte vor den Europäischen Gerichtshof. Der stellte einen Verfahrensfehler fest und verwies die Angelegenheit wieder dorthin, wo alles begann. Inzwischen war auch der Deutsche Staat involviert, da mit diesen Staatsanleihen auch Waffen (im großen Umfang) aus alten DDR-Beständen in Nacht-und-Nebel-Aktionen innereuropäische Grenzen überschritten hatten.
Plötzlich lernte ich die Elite der Winkeladvokaten in der Deutschen Botschaft kennen. Ab dem Moment interessieren die Belange des Familienvaters keine Sau mehr. Aktenschieben war angesagt.
Von unserer Seite war die einzige Bedingung, wenn ausgezahlt wird, dass wir unseren Betrag unverzinst zurückbekommen.
Stand der Dinge heute: Die eine Seite wartet geduldig auf Verjährungsfristen und die Familie auf ein Wunder.
Ganz am Rande noch bemerkt. DER SPIEGEL, der mit mir die Angelegenheit eigentlich hätte journalistisch aufgreifen sollen, zog sich beim Anblick auf das juristische Aufgebot rasch zurück und kümmerte sich stattdessen lieber darum, ob Herr Gottschalk und dessen Bruder krumme Geschäfte betreiben oder vielleicht doch nicht.
RE: 🍀 Glühende Kohlen 🔥