Hallo Stephan,
der Arbeitgeber als Großkapitalist, der sich zum Frühstück an Austern und einem Chablis Grand Cru labt, der ist in Deutschland wohl so selten geworden, wie unbelastete Steinpilze im Mischwald. Ich würde es so ausdrücken: in einer solchen Dichte noch auffindbar, um sie nahezu als nicht existent zu bezeichnen.
Der Typ mit den Austern, die er meist noch nicht einmal selbst zu öffnen versteht, und dem trockenen Weißen, der treibt sein Unwesen in den Kapitalgesellschaften, die dem Arbeitgeber den Verkauf seiner Firma, dem Know-how und der Arbeitsplätze mit einem Aktienpaket schmackhaft zu machen versuchen.
Bei Gelingen der Mission leistet man sich dann auch noch ein frisches Baguette und die gesalzene Butter aus Dänemark.
Die wirksame Lobby-Arbeit wird aus den Vorstandsetagen koordiniert. Parteienspenden taugen nur zur Steuerlastminderung und werden ohnehin nur noch nach dem Gießkannen-Prinzip getätigt.
Tarifverhandlungen nutzt der Großkapitalist heutzutage geschickt als eine Art der legalen Erpressung. Bei Nichtbefolgung folgt die drohende Abwanderung. Daher wird auch nicht händeringend nach qualifizierten Facharbeitern gesucht, sondern einzig nach willfährigen Figuren auf einem manipulierten Schachbrett.
RE: Gedanken eines Großkapitalisten beim Frühstück