"Bäume wachsen in ihrer eigenen Zeit, Knospen erscheinen, wenn sie bereit sind.“
Was für eine wunderbare Ansage.
Koum Tara – die Knospen des Mandelbaums – hat mich gleich nach deinem wunderschönen Startbild eingefangen.
Und was Hamed Sadegh auf seinen Reisen durch Kulturen musikalisch gesammelt und gewebt hat, ist eine klangvolle Schatztruhe. Ich stimme ihm aus vollem Herzen zu – dafür muss man kein Iraner sein. Es ist das Innere eines Landes, das uns berührt. Ich zücke meinen echten australischen Hut – aus Känguruleder (man möge mir verzeihen) – als Zeichen stiller Hochachtung.
Die Verbindung von Ton und Stimme, besonders mit der Präsenz der weiblichen Stimmen, hat mich in ihren Bann gezogen. Ich habe die knapp 14 Minuten voll ausgekostet.
Und dann kam ich zu Masaa. Gerade letzte Woche habe ich gelernt, wie sich Flügelhorn und Trompete unterscheiden. Ich war auf einem Konzert – meine Tochter an der Querflöte, ihre Freundin am Flügelhorn, dirigiert von einem Inder. Was für eine Reise das war! Und genau diese Erinnerungen hat das Album Beit wachgerufen.
Mit Anouar Brahem’s After the Last Sky lernte ich sogar einen neuen Begriff: Ethno-Jazz. Keine Frage – meine Sinne waren voll erreicht.
Und dann tauchte ich ein in die Welt von Rabih Abou-Khalil. Suchende soll man nicht aufhalten – erst recht nicht, wenn sie mit solcher Magie der Töne unterwegs sind. Ob The Lewinski March oder dein gewähltes Abschlussstück Ma Muse M’amuse – ich konnte mich nicht entscheiden. Also kommen einfach beide mit in meine Sammlung.
Dein Titel "Orientalisch-musikalische Farben“ ist treffender nicht zu wählen gewesen.
Danke dir für diese wundervolle Reise durch die Klangfarben des Orients.
RE: Jazz-Matinee – Oriental musical colours