Wo endet das Selbst und beginnt das Andere? Wo liegt die Grenze zwischen innen und außen? Diese auf ersten Blick leicht zu beantwortende Frage haben bisher die wenigsten Philosophen unberührt belassen. Alfred North Whitehead nimmt zu diesem Thema Bezug in seinem Buch Abenteuer der Ideen:
Mit dem interaktiven Paradigma, welches eine Entität als Verhältnis von Innen und außen definiert, ist diese Sichtweise kompatibel. Wir sind offene Systeme, und die genaue Position die eine Entität einnimmt ist davon abhängig, wo ihre Schnittstelle liegt, aus der Position der sie differenzierenden Entität. Das muss selbstverständlich auch für die eigene Identität gelten. Für sich, also für die Identität ist über diese Schnittstelle die Positionierung definiert
Ich habe ein Bild von mir, und nehme dieses als relativ autonom in Zeit und Raum wahr. Wo ich mich befinde, wird dadurch festgelegt, was mein aktuelles Umfeld ist (bzw. dieses Bildes meiner selbst) - vollzogen durch Wechselwirkung. Ich nehme information auf über meine Position und meinen Zustand. Diese Position im Multiversum stelle ich in Relation zu anderen Positionen anderer Entitäten (einschließlich jene Entitäten, die für meine vergangene Identität stehen).
Letztlich sind alle diese Positionen Teil aller möglichen Positionen, alles möglichen Schnittstellen, die allesamt Entitäten sind der Existenz - Existenz haben sie alle gemeinsam.
Existenz wird durch Interaktion bedingt.
Alle Existenz interagiert.
Ok, dieses zweite Zitat ist wieder ein ganz anderes Thema. Das war also Whitehead, ein einflussreicher britischer Philosoph und Logiker.