
Animiert zu diesem Artikel hat mich ein Gespräch mit @gaich unter dem Artikel von @b-s
https://steemit.com/deutsch/@b-s/bauch-oder-kopf-wie-trefft-ihr-entscheidungen
Im Grunde sind alle Kommentare unter besagtem Artikel ziemlich lesenswert, aber zurück zu diesem Artikel.
Wie der Titel und die Grafik schon offensichtlich machen, soll es hier um den Umgang mit seinen Emotionen, speziell der Emotion Angst gehen.
Ausschlaggebend, für diesen Prozess, ist das differenzieren zwischen seinen Gedanken, Emotionen und vorallem dem Selbst.
Alle genannten Faktoren werden oft und schnell miteinander vermischt und darin liegt in erster Linie auch die Problematik.
Zwar steht das ICH im Mittelpunkt, umgeben von den Faktoren GEDANKEN, EMOTIONEN, KÖRPER und wird auch unmittelbar von diesen beeinflusst, doch das funktioniert auch umgekehrt und diese Eigenschaft kann man sich zunutze machen.
In erster Linie gilt es heraus zu finden, welchen der 3 Faktoren man beeinflussen kann:
Dort sollte sollte man ansetzen.
Denn, wie in einem Teufelskreis, beeinflussen die Gedanken die Emotionen, die Emotionen den Körper und der Körper wiederum die Gedanken.
Ich werde dies anhand des Beispiels einer klassischen Panikattacke verdeutlichen:
Das ganze geschieht eben innerhalb von Sekunden, gerade deshalb ist eine Sensibilität für die einzelnen Faktoren und Vorgänge so entscheidend.
Um diesen Prozess unterbinden zu können, muss man sich überhaupt erstmal darüber bewusst werden, dass sich dieser Prozess aus einzelnen Faktoren zusammensetzt.
Das funktioniert gut in dem man sich bewusst auf die jeweiligen Vorgänge konzentriert bzw sich von ihnen abgrenzt und beobachtet.
Das funktioniert relativ gut in dem man sich klar macht:
ICH bin ICH und NICHT meine GEDANKEN.
Gleiches gilt für EMOTIONEN und KÖRPER.
Anschließend eben den Prozess geschehen lassen (Was ja von alleine passiert) und möglichst wertfrei sowie vereinzelt beobachten.
Nachdem man das getan hat, stellt man eine sich immer wiederholende Struktur fest und gewinnt mit der Zeit an Sensibilität für die genauen Erkennungsmerkmale der Gedanken, Emotionen und körperlichen Symptome.
Anhand dieser Erkennungsmerkmale (1, 2 und 3) kann man frühzeitig darauf reagieren und umlenken, um aus diesem Kreis auszubrechen.
Hier sind die Möglichkeiten vielseitig, aber alle zielen darauf ab die Gedanken (1) zu beeinflussen, um den Ablauf zu verändern.
Ein Beispiel hierfür wäre, dass man seine vorschnelle Bewertung (1 Das ist bestimmt etwas Lebensbedrohliches) in Frage stellt und in der Logik auflöst.
Zb mit Fragen wie:
Woher will ich wissen, ob es etwas Lebensbedrohliches ist?
oder
Was wäre die letztliche Konsequenz, wenn es wirklich etwas Lebensbedrohliches wäre?
Wenn man sich ehrlich auf bestimmte Fragen antwortet ist es wahrscheinlich, dass die Emotion (2 Angst) garnicht erst aufkommt.
Das ganze war jetzt eine sehr komprimierte Zusammenfassung, bezüglich des Themas, aber ich denke es sind einige vorteilhafte Punkte genannt worden.
Dieses Prinzip lässt sich natürlich auch auf sämtliche andere Emotionen übertragen.
Die Punkte können durch diverse Begriffe ersetzt werden:
Vielleicht kann der ein oder andere ja einen persönlichen Nutzen aus diesem Beitrag ziehen, um seine Gedanken und Emotionen zu sortieren und eine innere Ordnung zu schaffen.
Zwei weitere gute Ratschläge wären das alles schriftlich zu dokumentieren oder mit anderen Menschen darüber zu kommunizieren, um sich für die Vorgänge zu sensibilisieren und sich einfacher zu strukturieren.
Aus rationaler Sicht macht es wenig Sinn, emotionale Prozesse zu kommunizieren (sprich, mit anderen über seine Gefühle/Probleme zu sprechen), aber Emotionen verhalten sich nicht rational, dementsprechend können solche Praktiken eine enorm positive Auswirkung, auf den Umgang mit diesen, haben.