Eigentlich mochte ich „Das Weihnachtsfest“ noch nie. Die elektrische Weihnachtsbeleuchtung wirkt auf mich kalt und geschmacklos genau so wie blechernen Weihnachtsdekorationen. Je mehr davon desto schlimmer. Das explosionsartige Ansteigen des Konsums, gleich einer Heuschreckenplage, es widert mich an. Das Verhalten der Menschen in der „stillen Zeit“ vergleicht sich besser mit Wacken als mit Besinnung.
Trotzdem mag ich das Weihnachten meiner Familie. Keine elektrischen Lichter, echte Kerzen, alter Weihnachtsschmuck. Nicht zu viel Glanz, gedeckte Farben, der Baum aus dem Garten (der eigentlich nur ein großer Ast war), verschroben, und doch herzlich. Eine Oase der Ruhe in der Reizüberflutung.
Da kann es schon mal passieren, dass man Black Metal Alben geschenkt bekommt und ein Obsidian Götzenbild eines Frosches. Und während ich mich noch über die feinen CDs freue, hör ich, wie meine Mutter dem etwas schockierten Freund meiner Schwester erklärt was sie ihrem Sohn da geschenkt hat ...
Ich mag Weihnachten, mit einem Hauch von „Nö“.
(Foto mit meiner Sony Alpha 6000)