Das Buch kann ich allen Menschen empfehlen, die gerne etwas über andere Kulturen lesen. Diese Story war ein echtes und beeindruckendes Erlebnis.
Shantaram von Gregory David Roberts ist 2003 erschienen. Meine Ausgabe ist die New Ed von Abacus. Es gibt sogar einen Wikipedia Artikel über Shantaram, denn vieles in dem Buch ist autobiographisch beeinflusst.
Inhalt
Lindsay Ford flieht aus einem Gefängnis in Australien nach Bombay. Dort trifft er den Einheimischen Prabaker, der ihm als persönlicher Stadtfahrer sowohl die Stadt als auch seine ländliche Herkunft zeigt. Auf dem Rückweg werden die beiden ausgeraubt. Ohne Besitz sind die beiden gezwungen, sich im Slum von Bombay niederzulassen. Lindsay lernt viel über die lokalen Gegebenheiten, die Kultur Indiens und die sich daraus ergebenden Konflikte. Eines Tages bricht ein Grossbrand aus und Lin verarztet mit dem Wissen aus einem Nothilfekurs die Brandopfer. Fortan betreibt Lin für die Slumbewohner eine freie Krankenstation. Er handelt mit Leprakranken, bekämpft die Cholera, verliebt sich unglücklich und schliesst später Kontakt zur lokalen Mafia. Er beginnt für diese zu arbeiten und gerät schlussendlich sogar in den afghanischen Krieg.
Eindruck
Das Buch ist beendet und hinterlässt mich mit einer wunderbaren Geschichte und einer gleichzeitigen Leere. Es fühlt sich immer so an, wenn ich ein grossartiges Buch beende. Dieses Buch hat es geschafft mich wieder mal in dieser Stimmung zurückzulassen. Denn in den letzten Wochen habe ich mit Lin und seinen Freunden mitgefiebert, mitgelitten und -gelebt. Seine Erlebnisse, die Beschreibungen sovieler alltäglicher und nicht alltäglicher Begebenheiten in Bombay haben mich richtig in die Geschichte und Geschehnisse hineingezogen. Das Buch ist eine echte Liebeserklärung an Bombay und seine Bewohner, die übrigens vielfältiger nicht sein könnten. In der Stadt leben viele Immigranten aus vielen Staaten und Schichten der Welt. Und Lin lernt einige davon kennen und lieben. Und selbst die Philosophie kommt im Buch nicht zu kurz! Es war toll, dieses Buch zu lesen und ich bin froh und dankbar, dass ich den Roman per Zufall bei einem Besuch einer englischen Buchhandlung gefunden habe.
Es ist total lebendig geschrieben und hat mich richtig mitgerissen. Der Autor hat einen schönen flüssigen Schreibstil. Stellenweise habe ich jedoch Personenbeschreibungen überflogen, denn diese waren für meinen Geschmack etwas zu detailliert und ich bin nicht so der Typ, der sich das wirklich auch vorstellt. Deswegen habe ich mir das erspart. Ich habe Shantaram in Originalssprache englisch gelesen. Und es hat sich gelohnt!
★ Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits ★
Rezension Shantaram von Gregory David Roberts | Ecency