Der Großvater meiner Frau war damals als Jugendlicher in Frankreich im Lager Attichy (Département Compiegne).
Die ersten Wochen müssen furchtbar gewesen sein und wenn die französischen Bauern nicht regelmäßig etwas Milch und Brot gebracht hätten, wären noch viel mehr gestorben.
Die Amerikaner haben den Gefangenen nämlich anfangs nichts gegeben.
Als es dann scheinbar zu viele Tote gab, wurden die Gefangenen regelmäßig versorgt.
Es wurde sogar eine High School eingerichtet, wo die Jugendlichen dann unterrichtet wurden.
Als sie irgendwann (etwa nach einem Jahr) entlassen wurden, musste man zu Fuß von Frankreich nach Hause gehen.
In den 2000er Jahren gab es dann eine Gemeindepartnerschaft mit Compiegne.
Der Großvater meiner Frau wurde zum Antrittsbesuch nach Compiegne eingeladen, wo sich der Bürgermeister persönlich und öffentlich bei ihm für seine Inhaftierung und die anfangs schlechte Behandlung entschuldigt hat.
Immerhin eine nette Geste.
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3y
RE: Die Rheinwiesenlager - ein geplanter Massenmord?