Die armen Großkonzerne mit ihren gesetzlichen Monopolen, Subventionen, Patenten und limited Liability, die in unserem Land durch die Agenda 2010 noch einen besonderen Vorteil erlangt haben und mit Hilfe der Aufsichtsratsposten auch noch die Gewerkschaftsbosse und Politiker in der Tasche haben müssen dringend vor dem Kommunismus beschützt werden.
Hinzu kommt auch noch, dass sie mit Hilfe der Weltbank und IWF auch noch das Auslagern von Arbeitsplätzen ins Ausland, subventioniert bekommen.
Schlimm dieser Kommunismus!
Das Problem sind nicht die Gewerkschaften an sich.
Gewerkschaften sind nur deshalb entstanden, weil Großkapitalisten mit Hilfe der Staatsmacht die Arbeiter wie Sklaven behandelt haben.
Echte Gewerkschaften sind die einzige Möglichkeit der Arbeiter nicht komplett zwischen den Mühlsteinen Staat und Konzerne komplett zerrieben zu werden.
Leider gibt es auf der Welt außer den Industrial Workers of the World (Wobblies) keine richtige Gewerkschaft.
Es hat einen Grund warum Jeff Bezos alles tut, um die Gründung von Betriebsräten in seinem Unternehmen in den USA zu verhindern.
Die Großkonzerne waren immer schon im Bett mit der Regierung, um die Arbeiter auszubeuten. Zusätzlich finanzieren sie auch Thinktanks wie die von Dir zitierte Heritage Foundation.
Nicht die Gewerkschaften an sich sind schuld, dass es bei den Arbeitern seit den 80ern praktisch keine Real-Lohnsteigerungen mehr gibt.
Die Anarchisten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts waren aus gutem Grund Organisatoren der ersten Streiks.
Gewerkschaftspioniere wie Mother Jones und Emma Goldmann waren ganz sicher keine Kommunisten. Man kann ja mal nachlesen,was Emma Goldmann zu Lenin gesagt hat, als man sie aus den USA nach Russland deportiert hat.
Mehr dazu hier.
Unser Problem ist nicht der Sozialismus für die Armen, sondern der Sozialismus für die Reichen.
Es waren auch nicht die Arbeiter oder Gewerkschaften schuld an der Pleite von GM, sondern die jahrzehntelangen Fehlentscheidungen der Manager, die selbstverständlich auch nach Milliardenverlusten mit goldenem Handschlag verabschiedet werden.
Dass es auch anders gehen kann zeigen Arbeiterkooperativen wie Mondragon oder die Bäkereiketten Blue Scoorcher und Arizmendi.
Hier braucht es keine Gewerkschaften, weil die Arbeiter die Betriebe besitzen und darüber abstimmen ob die Manager entlassen werden und wie viel Gehalt sie bekommen.
Auch Tom Sosnoff von Tastytrade und Tastyworks hat in allen seinen Unternehmen festgelegt, dass niemand mehr verdienen darf, als das Vierfache des am schlechtest bezahlten Angestellten.
Auch in diesem Fall braucht es keine Gewerkschaften.
Leider ist so ein Verhalten leider die Ausnahme und deshalb braucht es starke echte Gewerkschaften und es bräuchte auch eine starke echte linke Partei.
Haben wir hier leider nicht…
RE: Gewerkschaften als Instrument