Die Zentralbanken können gar nicht für Preisstabilität sorgen und das wissen die auch. Nur zugeben tut man es natürlich nicht, sonst könnte man 99% der Angestellten in den ZBs rausschmeißen.
Dafür zu sorgen, dass genug Reserven im System sind und dass die Märkte für Staatsanleihen liquide sind, dafür brauche ich nicht tausende von Beamten sondern nur eine gute Software.
Zumal sich die Frage stellt für was es überhaupt Staatsanleihen braucht.
Das ist nur ein Geschenk an die Banken.
Einen wirklichen Nutzen haben sie nicht.
Man subventioniert damit nir die Banken und erhält den Schein, die ZB würde keine Staatsfinanzierung betreiben.
Früher konnte das US-Finanzministerium selbst Geld herausgeben.
Heute geht man den Umweg:
Bundestag beschließt Haushalt =>
Finanzministerium verkauft Anleihe und Zentralbank kauft vorher den Banken alte Anleihen ab oder leiht ihnen Reserven, damit sie die Anleihen überhaupt kaufen können => Staat gibt das Geld aus und es landet wieder auf den Reservekonten der Banken (gleichzeitig schreiben die Banken den Empfängern des Staatsgeldes Geld auf ihren Konten gut) => Bürger und Unternehmen zahlen Steuern und ein Teil des Geldes kommt wieder zum Staat zurück und wird gelöscht.
Alles was nicht als Steuer zurück kommt beleibt als Ersparnisse bei den Bürgern/Unternehmen.
Könnte man sich alles sparen.
Bundestag beschließt Haushalt => Finanzministerium weißt die Zahlung an, die Staatsschuld steigt entsprechend => die Zentralbank schreibt den Empfängerbanken die Reserven gut => die Empfängerbanken schreiben ihren Kunden die Beträge auf den Konten gut =>ein Teil kommt als Steuern wieder zurück.
Die Zinsen auf Reserveguthaben betragen null. Für die Banken gäbe es allerdings keine Alternative, da Staatsanleihen nicht mehr existieren.
Für die Bürger ändert sich nichts, für den Staat auch nicht, nur die Banken verdienen nicht mehr so viel, weil das Anleihengeschäft und die Zinsen auf die Reserveguthaben wegfallen.
Erklärt man das den Leuten hier, schreien sie sofort Hyperinflation, obwohl beide Vorgänge gleich sind.
Nur die reichen Anleihenhalter und Banken, die die ganzen Ökonomie-Think-Tanks finanzieren, müssen sich nach einer anderen Einnahmequelle umsehen.
Leistungsloses Einkommen vom Finanzministerium über die Zentralbank gibt es dann nicht mehr.
Da die meisten Konservativen, klassisch Liberalen und Libertären es ganz furchtbar finden, wenn ihre reichen Freunde kein leistungsloses Einkommen mehr vom Staat haben, schreien sie ganz laut Hyperinflation und Kommunismus.
P.S. Eines der besten Banksysteme der Welt hatte übrigens die DDR.
Da mussten die Bänker bei den Betrieben, an die sie Kredite vergaben regelmäßig einige Wochen unangemeldet oder teilweise inkognito mitarbeiten, damit sie mit eigenen Augen sahen, ob die Unternehmen kreditwürdig sind.
Dazu die Biographie von Edgar Most lesen.
Da lernt man auch warum die DDR nicht funktioniert hat.
Auch das geplante neue Wirtschaftssystem von Erich Apel hat in den 60ern eingeschlagen wie eine Bombe.
Aber dann kam Breschnew auf Besuch und Erich Apel hat sich direkt danach erschossen.
Bestimmte Dinge dürfen eben nicht sein.
RE: Und warum brauchen wir eigentlich immer noch Geld???