Lass mich raten. Dafür braucht man Politiker und Politik. Nix für mich.
Nein. Das haben wir ja.
Ich meine die z.T. oben genannten Ökonomen.
Es kommt sehr viel Kritik am Sozialstaat, oft auch mit dem Unterton, die Armen sind selbst schuld, ich höre aber nie einen wirklich guten Gegenentwurf, außer alles abzuschaffen.
Das kauft Dir aber keiner ab.
Du kannst auch keinen freien Markt mehr haben, nachdem sich Leute wie die Walton Familie auf Staatskosten die Taschen vollgestopft haben.
Wenn eine kleine Elite den größten Teil der Rohstoffe, der Immobilien und des Bodens besitzt, wird sich auch kein freier Markt entwickeln, wenn der Staat weg ist.
In der DDR wäre es gegangen. Da hätte man nach dem Ende einfach die Wohnungen an die Mieter und die Fabriken an die aktuellen und ehemaligen Arbeiter verschenken können. Da hätte sich ein wirklich freier Markt entwickeln können.
In der Privatrechtsordnung, die sich so viele wünschen, in der man einfach den Staat wegnimmt, aber ansonsten alles so lässt, wird sich nie ein freier Markt bilden.
Jetzt kannst Du dir auch denken, warum die libertären ThinkTanks, die von Leuten wie den Koch Brüdern oder bei uns von August von Fink finanziert werden, immer so auf das Nichtaggressionsprinzip bestehen.
Sie haben Angst, dass sich der Pöbel irgendwann den gestohlenen Besitz zurückholt.
Die nach außen hin linken Milliardäre drängen auf das UBI. Aus dem selben Grund.
Es gibt also zwei Wege. Entweder man macht so weiter wie bisher oder es kommt alles weg, d.h. Staat und die unrechtmäßigen Superreichen. Viele dürften dann nicht mehr übrig bleiben.
Idealerweise geschieht das ganze dezentral von Unten. Eine Revolution tauscht ja immer nur die Herrscher aus.
Und ob. Am besten auf Blockchain-Basis. ;)
Das wäre dann mal eine sinnvolle Anwendung der Blockchain.
Noch besser aber ein Mutual Credit System auf Blockchain Basis.
Da sparst Du dir den umständlichen Handelswechsel und das Diskontieren.
RE: Eine Anthropologie des Wohlfahrtsstaates