Zur Deckung:
Durch Leistung, ist doch logisch.
Hier liegt der entscheidende Unterschied.
Leistungspotenzial und vergangene Leistung sind zwei paar Stiefel.
Was hat mehr Nutzen, 1 kg Kohle das sich in Rauch aufgelöst hat oder ein Versprechen auf eine zukünftige Kohlelieferung?
Bei allem was in der Wirtschaft passiert geht es nicht in erster Linie um Geld.
Für den Einzelnen mag das so sein, aber eine komplett aufs Ich bezogene Sichtweise hilft nicht die Zusammenhänge zu verstehen.
Es geht darum, wie man an Geld kommt, um seine Schulden zu bezahlen.
Der Schuldner steht unter Tilgungsdruck.
Selbst in einer reinen Jäger und Sammler Gesellschaft in der Geld nicht existiert, wie den Hadza besteht dieser Tilgungsdruck.
Er besteht zwar nicht im legalen Sinne, aber er besteht im moralischen Sinne.
Tilgungsdruck führt dazu, dass Leistungspotentiale realisiert werden.
Als Schuldner werde ich gezwungen zu produzieren und zu verkaufen.
Im kleinen Verband besteht dieser Zwang oder die Verpflichtung gegenüber der Sippe.
In unserer Gesellschaft mit Universalgeld gegenüber der gesamten Geldnutzergemeinschaft.
Bitcoin-Mining ist die einzige profitable Nutzung von Energie in der Geschichte der Menschheit, die nicht auf die Nähe einer menschlichen Siedlung angewiesen ist. Man kann sie überall dort betreiben, wo Wasser fließt etc und kleinste entlegene Dörfer könnten Mining betreiben und damit Wohlstand in die entlegensten Orte bringen.
Auch hier liegt ein Missverständnis vor.
Geld ist nicht gleich Reichtum und die Erschaffung von Geld macht die Menschheit nicht reicher.
Je mehr Leute ihre Arbeit einstellen und stattdessen BTC-Mining betreiben, desto ärmer wird die Welt.
Diesen Zustand hatten wir ja schon öfter.
Der Gold-Rush ist nur ein Beispiel.
Wenn Leute Löcher in den Boden graben, Gold raus holen und dieses Gold dann wieder unter der Erde vergraben ist nichts gewonnen. Es wurde nur Arbeitskraft verschwendet.
Genauso sinnlos ist es, wenn Tag-Und Nacht die Computer irgendwelche Rätsel lösen und hinterher 1 BTC auf dem Bildschirm erscheint.
Es wurde nichts Reales produziert.
Es hat einen Grund warum man zwischen Realvermögen und Finanzvermögen unterscheidet.
Aber offensichtlich gibt es ihn, weil der Markt immer recht hat.
Der Markt hat immer recht, aber das heißt nicht viel.
Hier ein Chart von KODK und GME.
Zu jeder Zeit hatte der Markt recht.
Finanzvermögen ≠ Realvermögen
Schau dir mal an was Regierungen an Energie verschwenden, wenn sie Kriege führen oder schon dafür rüsten. Das muss aufhören und zwar sofort!
Das tut hier nichts zur Sache.
Daran ändert BTC nichts.
Das Staaten das tun was sie tun, liegt daran, dass sie Staaten sind und von den Bürgern mit den entsprechenden Monopolen ausgestattet werden.
Aber diese Schwankungen hören nahezu auf, wenn er mit 10 oder 100 Billionen Dollar kapitalisiert ist.
Genau das sagt doch schon alles.
BTC wird immer in USD bewertet werden.
Es gibt ein Wertmaß/Recheneinheit, das die Leute benutzen und welches theoretisch von jedem praktisch kostenlos erzeugt werden kann (entsprechend seiner Leistungspotentiale und mit Zustimmung des Handelspartners).
Als der USD eingeführt wurde, wurde er im Verhältnis 1:1 mit dem spanischen Dollar gestartet.
Das machte Sinn, weil die Leute daran gewöhnt waren.
Warum benutzen die Amerikaner immer noch Zoll und Fuß?
Gewohnheiten legt man nicht so schnell ab.
Die Welt wird also weiterhin in USD rechnen.
Hat der BTC irgendwann ein stabiles Verhältnis zum USD, dann kann man den BTC genauso gut wieder abschaffen.
Die Leute kaufen BTC, weil sie hoffen dadurch in USD reich zu werden.
Eine weltweite Bilanz, in der alle Guthaben und Schulden eingetragen werden bzw. Buchungen zwischen Personen durchgeführt werden können und zwar ohne Mittelsmänner ist etwas großartiges.
Dies wird zum Erhalt auch weniger Energie verbrauchen als die Banken.
Man muss aber die Zahlen, die dort eingetragen werden vorher nicht aufwändig herstellen.
Das Bankgebäude und die Angestellten darin sind es, was Energie verbrauchen.
Ein paar Tasten zu drücken und auf beiden Seiten der Bilanz eine Zahl einzutragen ist die entscheidende Aufgabe des Banksystems und genau die verbraucht am wenigsten Energie.
BTC wie auch Zentralbankgeld wird momentan benutzt, um zwischen den verschiedenen Bilanzen der Banken bzw. Einzelpersonen ein Settlement herzustellen.
Zentralbankgeld für die Banken und BTC für diejenigen Staaten, vom US Bankensystem ausgeschlossen werden.
Gibt es irgendwann eine weltweite Bilanz des Marktes, dann braucht es weder Zentralbankgeld noch BTC.
Gäbe es in Deutschland nur eine Bank, bei der alle ihre Konten haben, dann wäre der Bedarf an Zentralbankreserven für diese Bank gleich null.
Wieder Einspruch! Geld war auch zum Sparen da! Du kennst sicherlich das Sprichwort "etwas auf die hohe Kante legen”.
Ich sage ja nicht, dass die Leute nicht Geld benutzt haben, um zu sparen.
Ich sage nur, dass Geld nicht dafür “erfunden” wurde.
Die Menschen sind immer schon gegenseitig Schuldverhältnisse eingegangen (so etwas hält eine Gesellschaft zusammen). Irgendwann hat man halt angefangen diese Schuldverhältnisse zu bewerten und zu vergegenständlichen.
Das irgendwann jemand immer mehr Guthaben angehäuft hat, hat sich halt so ergeben, ist aber kein Idealzustand.
Menschen sparen immer, weil sie mehr leisten als verbrauchen.
Diese Ersparnisse (in Geld) sind aber nur möglich wenn andere mehr verbrauchen als sie leisten.
Die Saldenmechaniker haben die Zusammenhänge verstanden.
Gesamtwirtschaftlich" ist doch dem kleinen Mann egal, wenn er für seine Euros immer weniger kaufen kann, während sich andere immer mehr kaufen können.
Auch der kleine Mann hat heute viel mehr Gesamtkaufkraft zur Verfügung als noch vor 50 oder 100 Jahren.
Der einzelne Euro mag weniger kaufen, aber er hat jetzt mehr Euros.
Mit dem Geld hat dies aber nichts zu tun, sondern mit Produktion.
Dass der Euro, USD, Yen usw. langsam aber stetig an Kaufkraft verliert, liegt daran, dass einer der größten Erzeuger von Geld nichts produziert.
Diese Tatsache besteht aber in jedem Geldsystem und war auch schon bei den Königen so.
Solange es Staaten/Regierungen gibt, wird das so sein.
Und glaub mir, für den BTC wird sich der Staat auch noch etwas einfallen lassen.
Warengeld trägt keine Schuld in sich und hat das Risiko des Ausfalls eines Schuldners schon mal nicht.
Deshalb ist eine Warengeldwirtschaft (die es sowieso nie gab) auch keine Geldwirtschaft sondern eine reine Tauschwirtschaft.
Das Problem ist, man kann sich nicht reich tauschen.
Der “Schuldner” existiert hier zwar nicht, aber das Ausfallrisiko liegt beim selben wie im Kreditgeldsystem.
Das Ausfallrisiko liegt beim Produzenten (der im Kreditgeldsystem ja auch der Schuldner ist).
Wird nicht produziert bzw. kann nicht produziert werden, weil die Gold oder BTC-Besitzer nichts ausgeben, dann haben wir eine Depression.
Besser man schreibt aber 110 Weizenkörner darauf, dann bekommt man auch diese, da das Geld im Wert schwanken kann und für das Äquivalent von 110 Körner hätte man in 8 Monaten (wie in deinem Bsp.) weniger als 110 Körner bekommen können, vielleicht nur 105. Und das ist doch ein Unterschied, oder?
Schreibt man 110 Weizenkörner drauf, dann kann man es halt nicht universales Zahlungsmittel einsetzen.
So ich werde jetzt grillen.
##Update
Hier noch was zum Stromverbrauch.
Nachgeprüft habe ich es aber nicht.
RE: Bitcoin vs. Fiat-Money - Meine Antwort auf @stehaller