Eine einfache Lösung zur Organspendediskussion

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Liebe Steemitgemeinde,
liebe Freiheitsfreunde,
liebe Freiheitsfeinde,
liebe Upvoter,
liebe Downvoter,


das Thema der Organspende ist zwar momentan wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, dürfte aber bestimmt im nächsten Jahr wieder hochkochen.

Die Zahl der Spender geht nach Unten

Screen Shot 2018-12-21 at 4.24.37 PM.png
Quelle

Aus Sicht derjenigen, die ein Spenderorgan benötigen, ist das natürlich äußerst dramatisch.
Eine echte Marktlösung könnte das Problem natürlich lösen, aber alleine die Diskussion darüber ist in unserem Land/unserer Welt undenkbar.

Die Zustimmungslösung

Bisher gilt nur derjenige als Organspender, der dieses mit Hilfe eines Spendeausweises bekundet.
Man kann aber auch bestimmte Organe ausschließen, die Organspende komplett ablehnen oder eine Person bestimmen, die die Entscheidung für einen trifft.
Im Prinzip eine gute Lösung (auch ich habe einen Spenderausweis in meinem Geldbeutel).

Screen Shot 2018-12-21 at 4.31.33 PM.png

Quelle

Die Zustimmungslösung funktioniert also nach dem Prinzip:
"Deine Organe gehören Dir, außer Du gibst sie uns (nach deinem Tod) freiwillig."
Scheinbar hat aber diese Lösung nicht dazu geführt, dass die Anzahl der Organspenden steigt, bzw. ist sie ja sogar gesunken.

Die Widerspruchslösung

Spahn für Widerspruchslösung
[...]
Eine Widerspruchslösung, nach der jeder als Organspender gilt, der nicht ausdrücklich widersprochen hat [...]
Der Bundesgesundheitsminister selbst hat sich klar für die Widerspruchslösung ausgesprochen. „Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden“, sagte Jens Spahn der „Bild“-Zeitung (Montag).
Eine solche Neuregelung stelle zwar einen Eingriff des Staates in die Freiheit des Einzelnen dar, sagte Spahn. Doch seien alle bisherigen Versuche der Politik, die Zahl der Organspender zu steigern, leider ohne Erfolg geblieben. „Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung.“
SPD-Fraktions-Vize Professor Professor Karl Lauterbach sieht das ähnlich: Ohne die Widerspruchslösung werde die Zahl der Organspender nicht weiter steigen. "Sie ist notwendig, um viel Leid abzuwenden", sagte er im Interview mit der "Passauer Neuen Presse".

Quelle

Die Widerspruchslösung funktioniert nach dem Prinzip:
"Deine Organe gehören nach deinem Tode der Allgemeinheit, außer Du widersprichst vorher."
Sie stellt also im Prinzip eine Zwangslösung dar, die ich ganz klar ablehne.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht hier mitspielt.

Meine Lösung

Ich bin ganz klar gegen eine staatliche Zwangslösung.
Es gibt aber eine Lösung, die mit Sicherheit die Spendenbereitschaft erhöhen würde, aber trotzdem auf Freiwilligkeit basiert.

Hier ist meine Lösung:
Man richtet eine zentrale Datenbank ein.
Mindestens deutschlandweit, besser europaweit.
Nur wer sich freiwillig in diese Datenbank einträgt und die Bereitschaft erklärt, seine Organe zu spenden, kann im Bedarfsfall als Empfänger eines Organs in Frage kommen.
Wer nicht mitmachen will, kann nicht gezwungen werden, hat aber dann auch keine Chance ein Organ zu bekommen.
Ganz einfach und vor allem freiheitlich.
Wenn Du im Bedarfsfall ein Organ haben willst, musst Du auch bereit sein im Todesfall deine Organe herzugeben.

Ich wünsche uns allen, dass wir nie in die Situation kommen, in der wir ein fremdes Organ brauchen.

Bis bald,
Stephan Haller

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