Hallo Freunde,
wenn ich mir immer wieder überlege, wie weit der Tod und das Alter für viele Menschen entfernt sind, kann man glaube ich es ihnen nicht übel nehmen, dass sie überfordert sind. Ich erlebe immer wieder das die Menschen dann am Ende des Lebens überlegen ihren Angehörigen alle Maßnahmen zu ermöglichen die es gibt und verlangen, dass alles möglich ist. Aber ehrlich gesagt, das bringt oft nicht viel. Man kann vieles heutzutage machen, aber oft überleben die Menschen dann, wenn sie mit 90 ne aufwendige intensivmedizinische Behandlung erhalten, als menschliches Gemüse. So kann man es relativ gut beschreiben. Schwere Erkrankungen übersteht man nicht ohne Nachwirkungen, vor allem im Alter. Aber ich glaube viele Angehörige sind sich dem nicht bewusst. Und sie sind sich nicht bewusst, dass ihre Angehörigen zwar in einem miesen Zustand sein können, aber im Krankenhaus ist dann der Infektpatient, der zwar schwach ist und kämpft, aber noch keine Sepsis hat, nicht derjenige, der als erstes Behandelt wird. Man unterscheidet die Patienten in fünf Kategorien. Von ESI I, wo man sich vorstellen kann, dass es in den Schockraum geht und die Patienten wirklich alles jetzt benötigen, damit sie nicht sterben. Bei ESI II geht es darum möglichst schnell Untersuchungen und Behandlungen einzuleiten, aber es kommt nicht drauf an ob es in fünf Minuten oder 15 Minuten passiert. Und ESI III wird angeschaut. ESI IV und ESI V haben im Krankenhaus nichts zu suchen und werden behandelt, wenn es gerade keinen anderen Patienten mehr gibt. Und das kann dauern und zwar sehr lange dauern. Aber ich glaube das ist den meisten Menschen nicht bewusst, wie übel es einem Menschen gehen kann.
In diesem Sinne, gehabt euch wohl und bleibt gesund.