Requiem
Mein Herz erstickt am schwarzen Dunst ...
Das Land wird stürmisch, kühl und finster ...
Was einst gespenstisch hier entstand ...
Geboren aus dem Traum der Silberlichter ...
Blinkt nur noch schwach als Welten-Seele...
Der Sturm vergiftet alles Licht,
am Berg der Hoffnung es zerbricht
und kleine funkelte Kristalle ...
in Kinderaugen stumpf geweint ...
trompeten sinnlos durch die Totenhalle ...
Am Tage sehe ich Geier fliegen ...
Blut aus allen Poren fließen,
in Strömen kochender Verzweiflung ...
Verstorben ist der Liebe klare Kunst ...
Wo Helden ihren Kinder nun begraben,
wird bald kein Raum für neue Gräber sein ...
Der Mensch hat sich von Anfang an verneint!
Oh Schmerz, welch Qual hast du mir hinterlassen!
Mein letzter Edelstein fällt mir aus dem Gesicht.
In grauer Einfalt will nun alles sich zu verknoten ...
und unser Atem wird zum letzten Mal verboten ...
Mensch, mein schönes dummes Erden-Volk,
geschlachtet von der Gier der Schlangen ...
was ist geschehen, was ist nur geschehen?
Wir müssen nun ins Reich des Unbekannten weichen ...
Gepflastert ist der Weg mit unzählbaren Leichen ...
Wenn Gott am Ende auf dich erwartet,
so sei dir eine goldne Zeit vergönnt ...
Wenn du dem Teufel fröntest, brate froh und ohne Ende ...
Und hast du keinen Glauben, dann verrotte, immer da!
(c) Rob Alphanostrum