Die innere Leere, der Sturm in der Seele

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Ich denke jeder kennt das. Diese innere Leere die einen aufzufressen scheint. Sie schreit sehr laut und fordert nach Ablenkung, Beschäftigung und Konsum. Ich werde hier bis ins Detail mit euch teilen was ich darüber weiß und wie ich darüber denke. Denn wenn man die zugrunde liegenden Prinzipien dahinter versteht, findet man vielleicht die (seine) Lösung für das Problem.

Diese innere Leere hat ihren Ursprung in der Unzufriedenheit. Das wiederrum kommt daher, dass das Unterbewusstsein sehr wohl und sehr genau erkennt wenn etwas nicht gut läuft. Dann gibt es dir die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen. Ablenkung oder das Problem erkennen und lösen?

Der Ursprung dieser Leere hängt auch mit unserer Erziehung zusammen. Einem Wertesystem, dass immer komplexer zu werden scheint.

Der Mensch, auch der Erwachsene, wird heutzutage vom TV und dem Internet erzogen und nicht mehr so sehr von seinen Eltern, Geschwistern, Nachbarn oder sich selbst. Das anerzogene stellt man nicht infrage. Je länger man ein Muster gelebt hat, umso schwerer wird es, dieses Muster zu durchbrechen und durch ein neues, besseres zu ersetzen.

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Quelle: Pixabay

Ausserdem sollte man sich die Frage stellen wann denn so ein Denk- oder Handlungs-Muster besser ist? Ist es besser wenn es den anderen gefällt oder ist es besser wenn es dir persönlich gut tut? Die Wahrheit bzw. der Optimalfall liegt vielleicht irgendwo in der Mitte. Man kann es schließlich auch nicht jedem recht machen. Das umzusetzen, bedeutet die innere Balance zu finden.


Gesellschaftskritik als Trend

Scrubs, Greys Anatomy, Simpsons, Southpark (nur um ein paar zu nennen). Hinter all diesen Serien steckt ein einfaches Muster. Ein oberflächliches Muster das einen dahingehend manipuliert, gleicher zu werden als die "anderen". Es wird in jeder Folge Kritk geübt, die auf ein gesellschaftliches Problem eingeht. Zuerst mag man ja denken, dass das in Ordnung oder sogar gut ist, aber wenn man mal wirklich drüber nachdenkt, kommt man vielleicht zu einem anderen Schluss.

Gesellschaftskritk ist ein Trend dem man folgen muss, sonst ist man kein wertgeschätzter Teil der Gesellschaft. Das mekt man dann, wenn man diese "Kunstform" so mancher Serien ansich kritisiert. Komisch, ich dachte dabei geht es in diesen Serien um offene Kritik und dass es gut ist, die Probleme zu thematisieren?

Interessanterweise kann man sich auch die berechtigte Frage stellen woher auf einmal diese vielen Gutmenschen kommen? Vielleicht hat der Trend Gesellschaftskritik etwas damit zu tun? Umerziehung mal anders? 🧐

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Quelle: Pixabay

Was diese Form der Gesellschaftskritik für mich ist

Sklaven in einem Hamsterrad kritisieren sich selbst ohne es zu merken. Der eine Sklave sagt zum anderen dass er kein guter Sklave ist. Und wenn wir schon beim Thema Sklaven sind:

Sklaven die kritisieren dass die Gesellschaft versklavt ist, haben etwas grundlegendes nicht begriffen, denn sie sind von sich selbst, ihrem Verhalten, ihren Zwängen und ihren Denkmustern versklavt. Nicht von einer "Elite" die mit 5G ihre Hirne Fernsteuert (macht eure Aluhüte bereit!) sondern hauptsächlich von sich selbst!

Das erkennt man nur dann nicht, wenn man ein grundlegendes Prinzip nicht verstanden hat.

Das Prinzip des geringsten Widerstandes.

Es ist viel zu einfach die Schuld von sich zu weisen und stattdessen mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Der geringste Widerstand ist allerdings nicht immer der beste Weg. Es ist nur der bequemste. Und wir Menschen, unsere Hirne, sind darauf spezialisiert bequem zu sein. Daher fällt es vielen schwer das zu erkennen. Man will es nicht wahrhaben, denn wenn man es erkennt, muss man etwas ändern! Tut man das nicht, belastet man sich selbst und die innere Leere wird lauter.

Viele Menschen sind in dem Glauben dass Geld zu besitzen etwas ändert, da sie damit das konsumieren oder machen können, was ihre innere Leere füllen soll. Und mit Geld kann man es schließlich allen zeigen! Man zeigt es der Gesellschaft die man selbst scheisse findet. (Finde den Widerspruch!)

Dieser Konsum ist jedoch nur die Ablenkung von der wahren Kritik die sie üben sollten. Der Kritik an sich selbst. Und mit jedem Versuch diese innere Leere mit Konsum abzutöten, wird die Leere lauter. Zuerst ist sie ein kleiner Wind, aber nach und nach wird sie zum Sturm und dann zum Orkan. Irgendwann kommt man an einen Punkt an dem einen nichts mehr wirklich glücklich macht.

Klar kingt es verlockend, die anderen für diesen Sturm verantwortlich zu machen. Aber das wird den Sturm nur kurzzeitig besänftigen. Er kommt zurück und diesmal stärker als davor! Das passiert so lange bis man etwas versteht. Der Sturm ist in dir und nur du kannst ihn lösen. Und zur Lösung gehört...

Die beste Kritik ist die Selbstkritk

Selbstbeobachtung führt zu Selbstkritik. Und die soll nicht be- oder entwerten. Das sollte keine Kritik. Leider bewerten wir Menschen aber nun mal und daher hat Kritik oft einen negativen Beigeschmack. Kritik ist einfach nur Erkentniss und die tut letztendlich gut, da sie dazu da ist, Probleme zu lösen oder zu helfen. Im ersten Moment mag sie vielleicht weh tun aber sie ist notwendig um die Ursachen dahinter zu verstehen und eine nachhaltige positive Veränderung einzuleiten.

Natürlich sollte die Kritik dann auch konstruktiv sein und Hintergrundwissen vermitteln. In dem Fall kann man sagen: Gute Kritik ist persönliches Wachstum!

Die Lösung ist also, nicht dauernd zu konsumieren oder sich nur berieseln zu lassen. Man sollte selbst denken und sich auch mal Stille gönnen. Man muss lernen sich selbst angemessen zu hinterfragen und kritisieren. Und wenn du nicht weißt worüber du nachdenken sollst, lass die Leere herein und hab keine Angst davor, anstatt zu grübeln was du jetzt machen könntest um sie zu verhindern.

Vielleicht nutzt du die Zeit um über dich und deine Ziele nachzudenken? Vielleicht überlegst du, was du alles falsch gemacht hast im Leben und wie du es in Zukunft besser machen könntest? Vielleicht hast du dich im Fokus, statt "die anderen"?

Aufmerksamkeit als Währung

Aufmerksamkeit von anderen ist in diesem Sinne heutzutage die größte aller Währungen. Aufmerksamkeit füllt die Leere vielleicht ein bisschen besser als andere Produkte? Und so wird man zu seinem eigenen Produkt und versucht sich zu verkaufen. Auch ein Zwang. Wir streben alle nach bestätigung. Das führt oft zu oberflächlichen Facebook Postings, zu langweiligen Tweets die in 1000 variationen schon hunderte male gepostet wurden, etc...

Fragt euch doch mal, woher diese ganzen Verschwörungsvideos auf YouTube kommen? Ich will damit nicht verallgemeinern, aber viele davon kommen daher, weil Menschen bemerkt haben dass man damit viel Aufmerksamkeit bekommt. Ausserdem kann man bei einer selbst erfundenen Verschwörung gut tracken wie weit sie sich verbreitet hat. Schließlich kann man seinem Kind auch einen Namen geben und der geht dann rund. Virtuelles onanieren für Trolle. 😉

Wenn man von diesen Klicks und Likes, von der Meinung der Gesellschaft nicht mehr abhängig sein mag, sollte man sich selbst die meiste Aufmerksamkeit schenken. Sich Zeit nehmen über sich und seine Ziele nachzudenken, und vor allem sich selbst genauer beobachten als andere. Reflektiert euch!

Das Muster der oben erwähnten Serien

Die Gesellschaftskritik im Stil von Southpark ist ein oberflächlicher Versuch, die Wurzel allen Übels auf tausende Probleme aufzufächern und jedes davon einzeln zu behandeln. Denkt ihr wirklich dass sich die Menschen davon beeinflussen lassen was sie in diesen Comics sehen? Denkt ihr wirklich dass eine von tausenden Folgen auch nur einen Menschen wirklich zum positiven verändert? Nein, er wird seine Denkmuster beibehalten, denn diese Muster haben sich jahrelang aufgebaut und können nicht einfach durch eine Folge Southpark geheilt werden. Ausser natürlich man nimmt sich danach die Zeit viel darüber nachzudenken und es auf sich selbst anzuwenden. Man muss sich aber auch täglich selbst auf die Finger schauen und erkennen wenn man wieder zurück in gewohnte Muster fällt. Ganz ehrlich, wer macht das schon?

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Quelle: Pixabay

Dieses Muster wird von uns übernommen weil wir denken dass sowas wie Southpark cool ist und schließlich wollen wir auch cool sein. Also machen wir es uns zur Aufgabe diese Form der Gesellschaftskritk selbst zu üben. So entstehen Gutmenschen. Zumindest denke ich das.

Southpark und andere Serien folgen dem immer selben Muster. Man sucht sich jeweils eines dieser gesellschaftlichen Probleme aus und hackt darauf rum anstatt zu versuchen den Mensch als Menschen zu verstehen und seine Individualität und sein Bewusstsein als das zu verstehen was es ist.

Einzigartig!

Stattdessen versucht man ihn mit dieser Gesellschaftskritk, mit cool wirkendem umerziehungs-TV davon zu überzeugen dass er genau so gleich sein soll wie alle anderen. Und jeder der diese Kritik nicht mag, und argumentieren anfängt, wird dann ausgegrenzt oder sogar beschimpft. Erkennt ihr ein Muster?

Dadurch wird eine oberflächliche individualität und Gutmenschentum gefördert, bei der die meisten am Ende nicht verstehen was individualität oder gut sein bedeutet, weil sie versuchen alle gleich zu sein. Schließlich ist die Einstellung und das Denken eines Menschen nur dann gut, wenn es mit dem Freundeskreis oder dem was sie gut finden, konform geht.

Kurzer Tipp: Das ist Bullshit. Es reicht wenn man ein paar grundlegende Eigenschaften mit seinen Freunden teilt. Es reicht wenn man Prinzipien hat und deren Grundlagen versteht. Wenn individualität zum Mainstream wird, was ist daran noch individuell?

Individuell sein

Individuell bist du, wenn du einen Scheiss auf diese Gesellschaftskritik gibst und einfach machst und bist was dir gefällt. Wenn du selbst das was du willst, kritisch hinterfragen kannst und dich fragst warum du das überhaupt magst, machst oder brauchst. Wenn du keinen Wert darauf legst, dich vor den anderen in irgendeiner Weise als etwas darzustellen.

Ein echtes Individuum wirst du erst, wenn du nicht individuell sein willst, weil deine Darstellung vor anderen dir nicht wichtig ist. Wenn du mehr Wert auf deine eigenen Werte und Prinzipien legst, anstatt dich den Wünschen und Vorstellungen anderer zu beugen. Wenn du dich selbst oder deine Einstellung immer wieder auf den Prüfstand stellst.

Die innere Leere

Diese Leere ist es (manchmal), was mich ausmacht und ich bin froh dass sie (nicht immer) da ist. Vielleicht sollte diese Leere nicht immer mit Konsum oder (sinnloser) Beschäftigung bekämpft werden. Vielleicht zeigt sie uns dass wir gerade keine Bedürfnisse haben? Ist das nicht unser Ziel? Warum sind wir also nicht wunschlos glücklich wenn diese Leere da ist? Vielleicht sollte diese Leere also unser Ziel sein und wir müssen nur lernen damit klar zu kommen? Die Leere kann auch gut tun, denn sie will einem etwas zeigen. Sie ist ein Hinweis und den kann man ganz individuell interpretieren. Mit dieser Leere richtig umzugehen ist also die wahre Kunst.

Ich denke, jeder hat seine eigene Form der Leere und sie zu füllen mag hin und wieder ganz schön sein, aber vorher sollte man sich gut fragen, mit was man sie am besten füllen sollte. Es muss auch nicht immer einen höheren Zweck haben. Du musst dich nicht immer reflektieren. Du sollst dich auch nicht zu tode optimieren. Das wäre nämlich auch ein selbstzerstörerischer Kreislauf. Du bist keine Maschine und es ist nicht dein Ziel perfekt zu sein! Denn Perfektion ist eine Illusion die nicht existiert und nie erreichbar sein wird.

Sei einfach nur ein Mensch!

Sei du selbst! Das ist gar nicht so schwer. Keiner kann das besser als du!


Wie immer freue ich mich über Feedback! Was denkst du? Liege ich vielleicht sogar irgendwo falsch?

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