In meinem Projekt #becomeadigitalnomad dreht sich im Monat Mai alles um Stock Fotos und Videos. Da ich sehr viel Wert auf persönliche Erfahrungswerte lege habe ich mich daran gemacht, ein paar Interview-Partner zu finden.
Du kannst hier und hier mehr über Sonja und Thorsten alias TRAVEL CANDIES ON TOUR erfahren! Schau mal rein, es lohnt sich!
Wie sind deine Erfahrungen mit Stock Fotos und Videos in einem Wort?
Gut
Welche Plattformen benutzt du?
Shutterstock, Storyblocks, Pond5, 123RF, Canstockphoto, Fotolia, Nimia, Motion Elements sind die Wichtigsten, dann noch 5-6, die fast nix einbringen
Machst du Fotos, Videos oder beides?
Eigentlich nur Videos
Welche Kamera benutzt du?
Panasonic GH5, Panasonic GX8, DJI Phantom 3 Pro
Wie viele Fotos/ Videos hast du bereits online?
Ca. 6500 Videos auf den o.g. Plattformen.
Was war der höchste Betrag, den du einmal im Monat mit Stock Fotos und Videos erwirtschaftet hast?
Ein gutes Taschengeld ;)
Welchen Betrag erwirtschaftest du im Durchschnitt?
Ein Taschengeld ;)
Wem würdest du Stock Fotografie empfehlen?
Stock-Fotografie würde ich niemandem empfehlen.
Die Erträge sind einfach zu gering, die Auswahl mittlerweile zu groß und die Gewinnmargen der Anbieter viel zu hoch.
Stock-Videografie hingegen kann ich jedem empfehlen, der viel (Frei-)zeit und Muße hat sich mit dem Thema zu beschäftigen und ein kleines Einkommen generieren möchte oder muss.
Siehst du Stock-Fotografie/Videografie zukünftig positiv oder eher kritisch/ negativ?
Gemischt – ob zukünftig, oder aktuell.
Der Aufwand – um richtiges Einkommen zu generieren – ist einfach zu hoch und das, was man damit erwirtschaftet deckt am Ende – nach Abzug der Margen der Anbieter, der Steuern, Paypal-Gebühren etc. nicht im Ansatz (!) die Investitionen des Equipments und der restlichen Aufwände. Hier braucht man langen Atem, muss am Ball bleiben und immer wieder neues Footage generieren.
Es macht zwar die Masse, aber Quality-Content verkauft sich halt doch besser, als Einheitsbrei.
Es gibt wenige, die damit reich geworden sind, einige, die damit ein gutes Einkommen erzielen, aber die meisten investieren viel mehr Zeit und Geld für das, was am Ende dabei rumkommt. (Bei mir nicht anders, nur ist meine Herangehensweise eine andere).
Wenn man seinen Sweet-Spot findet, mag sich das Ganze irgendwie und irgendwann „lohnen“, aber man muss ehrlich sein: In letzter Konsequenz verdient nur einer und das ist der Anbieter. Es gehört schon eine Menge Selbstbewusstsein und „Selbstbeschummelei“ dazu, um diesen „Job“ für sich zu legitimieren.
Ich habe meine Sweet-Spots gefunden, bin eh oft auf Reisen und fotografiere und filme eh immer. Meine Ausrüstung wäre also so oder so vorhanden und am Ende komme ich immer mit nem Haufen Material nach Hause. Im Jahr habe ich auch immer ein paar Monate Zeit, um mich dem Thema zu widmen, da tut mir die (sehr viele) investierte Zeit nicht so weh.
Rechnerisch darf man das Thema allerdings niemals betrachten…für mich ist es eine reine „Liebhaberei“.
Markttechnisch ist Stock-Footage (auch zukünftig) ein gute Sache und wird so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden, denn hier lassen sich kostengünstige Videos erwerben, für die man sonst Tausende bezahlen würde.
Der Markt boomt und wird es auch weiterhin tun.
Sogar Spielfilme werden oft mit Stock-Footage produziert, bestes Beispiel war in der Vergangenheit ein James Bond Film. (Name entfallen, einfach mal googlen)