Ich habe Euch ein Wort zum Sonntag versprochen... nur leider lassen die Bilder auf sich warten.
Darum bekommt Ihr als Entschädigung ein Gedicht von mir zu lesen, welches ich in einer schweren Zeit - Ende 2011 - geschrieben habe, in der Hoffnung, dass es dem ein oder anderen helfen möge.
Ich hoffe, es gefällt Euch, werte Leser:
Wir malen uns'ren Boden aus,
Denn er ist ohne Farben:
Klar wie Glas und unbekannt
Und ahnen dennoch Narben.
Sie halten das Gefüge feste,
Was wir erlebt und vor uns haben.
Und mancher Schritt ist ungewiss,
Begeh'n wir neue Wege:
Sind da Löcher oder Riss'
Und können wir es wagen?
Was außerhalb der Blase ist,
Dies kann uns niemand sagen.
Doch nur wer Neuland frohen Mutes
Betritt, erweitert seine Grenzen.
Und weiter wächst der Horizont
Hinaus, zeigt uns auch Gutes.
So bau'n wir dann das Fundament,
Flexible, feste Wände.
An denen tasten wir uns ran,
Sie dienen uns als Stütze.
Und bist du schwach, so lehn' dich dran,
Sie werd'n dich auch beschützen.
Weil Du ja deren Bauherr bist,
Wird Weit und Nah sich fügen.
Die Mauern dick, fühlt man sich sicher.
Dahinter - dunkel - ruht man ... Doch, oh nein!
Wie mauert man sich selbst doch ein,
Baut man da keine Fenster rein?
Auf Außen schenken sie dir Sicht,
Doch auch nach Innen dringt mehr Licht.
So lernst du diff'renzieren.
Wir haben, auch wenn wir dran zweifeln,
Kraft und Potenzial.
Erst wenn wir dies erkannt und -greifen
Hau'n wir mit Hacke, Hammer, Meißel
Schlussendlich ein Portal.
Dies gibt uns nicht nur Kraft zu [er]kennen
Fraktale Weltenformeln,
Die Welt, das Leben zu benennen,
Nach uns'rem Glück das Haus zu formen.
Ein Sonnendach, dazu paar Wolken,
Gedanken, die den Boden nähren.
So wie man lernt, so soll man lehren