Guten Morgen liebe Steemer!
Heute habe ich ein etwas anderes Gedicht für euch. Allerdings waren die Musen der Meinung es solle so zu Papier gebracht werden, und daran werden meine unwürdigen Hände nicht rütteln.
Geschrieben wäre es eigentlich für den Abend, doch schlafe ich grundsätzlich immer eine Nacht drüber, bevor ich ein Gedicht in Reinform schreibe. Das hat sich jedenfalls sehr bewährt.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich hoffe ihr habt viel Interesse beim Lesen!
Übersicht das ist,
wenn man nichts sieht,
und doch,
und doch wahrnimmt was entscheidend sich bewegt,
sich bewegt,
und scheinbar doch in Ruhe steht,
steht es da,
ganz als ob es immer schon so war,
war es aber nicht,
so spricht,
spricht meine Seele dies gewiss,
gewiss,
dies ist Wandel allein,
allein,
was hat dies mit Übersicht gemein?
Gemein hat es mit ihr,
zweierlei,
so denk ichs mir,
man muss stille stehn,
und sich zugleich mit der Uhr mitdrehn,
es ist, als stünde man in einem Fluss,
o mei,
mittendrin,
und dennoch nicht dabei,
so als stündest du auf einer Bühne,
und würdest obendrein noch fühlen,
fühlen,
wie die Zuschauer ergrimmen,
oder voll Freude von ihren Sesseln springen.
Springt dir auch schon bald ins Auge,
Übersicht, problematisch ist,
ist nämlich mitnichten, Aller-Welten-Einheitsbrei,
Einheitsbrei,
das kann es niemals sein,
sonst wären Theorie und Praxis auch schon Einerlei.
Weit weg vom Einerlei will ichs beschließen,
lass euch zum Abschluss dieses Bild genießen,
desto weiter du steigst den Berg hinauf,
desto weniger gibt es Applaus,
denn die Mühe macht sich kaum je wer,
denn der Weg,
der ist ja gar beschwerlich schwer,
und stehst du endlich oben voll Entzücken,
entfleucht ein "pars pro toto" deinen Lippen.
Es ist schon spät,
der Tag nun bald zur Neige geht,
was soll ich noch sagen,
außer,
lasst uns mehr Übersicht nun wagen.
Lg
Parzifal