Sandkastenspiele
Schon aus der Ferne ist die Freude groß,
weiß ist er und lockt zum spielen,
kleine Schritte drängen hin zum Ziele,
was es dort sieht, es lässt das Kind nicht los.
Davor erhebt sich eine sanfte Höh´,
begrenzt wird jener Haufen Sand,
durch einen Rand, im Wiesen-, Stein- und Holzgewand,
den macht die Phantasie geschwind, zum Gebirg´ voll Schnee.
Und seitlich steht dies kleine Häuschen,
ist etwas zugig zwar,
doch im Sommer, im Sommer einfach wunderbar,
mit Sitzgelegenheit für kleine Leutchen.
Neue Straßen werden sogleich platziert,
und schon gehts ab dann in die Dünen,
um mit Baggern, Schaufeln und Konsorten, im feinen Sand zu wühlen,
und, der Häuser Fundamente, konstruiert.
Natürlich darf das eine oder and´re Loch nicht fehlen,
könnt´ ja sein, man müsst nach China sich bequemen,
doch auch der Burg ihr Graben ist ein Star,
ist alles fertig,
so wirds zertrampelt,
wie wunderbar.
Und so schon früh die Kindlein lernen,
das nichts ist für die Ewigkeit auf Erden,
und ohne Tränen und Geplärre,
wird die nächste Konstruktion erdacht,
und, schwups-diwups, in Aktion gebracht.
Mahnt die vorgerückte Tageszeit,
nachdem dann schließlich ganze Städte und Palastanlagen,
gen´ Himmel sich erhoben haben,
zu Abend noch zu essen, wär´ gescheit.
Doch kommt der nächste Tag gewiss,
und so zieht Heim die Karawane,
natürlich unter Protest, der Bauarbeiterscharen,
wo der Sand beendet den Verdruss.
Parzifal