AUSVERKAUFT ... und dumme Bullen

muelli(74)
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7y

Langsam aber sicher kehrt wieder die Normalität ins Leben zurück, sofern man bei diesem Leben von normal reden kann.
Liebchen und ich liegen uns in den Armen, beteuern uns gegenseitig das wir ganz hervorragende Arbeit geleistet haben, zählen immer wieder den Riesenbatzen Geld auf dem Tisch und blenden die Katastrophe welche sich beinahe ereignete einfach aus.

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Schon der Aufbau unserer Würstchenbude gestaltete sich recht schwierig, da ich zum einen ganz alleine werkeln musste, Liebchen war noch in der Küche beschäftigt da über Nacht das „ Tabulé „ umkippte und auf die Schnelle ein Neues zubereitet werden musste und zum anderen gaben die Dorf Bullen alles um mir das Leben schwer zu machen.
Ständig musste ich aus unbegreiflichen Gründen mein Auto umparken, im 10 Minuten Takt kam immer wieder ein anderer Schlaumeier vorbei der meine Genehmigung sehen wollte und einer der Wichtigtuer war der Meinung das diese ungültig sei, was mich derart auf die Palme trieb das ich ihn einen minderbemittelten, analphabetischen Vollidioten nannte und ihn bat er solle doch abhauen und seine Frau nerven und mich meine Arbeit machen lassen.
100 Euro Strafe wegen Beamtenbeleidigung waren zwar die Folge, aber dann gab der Staats Knecht endlich Ruhe.
Das war es mir wert und gerne hätte ich noch hundert draufgelegt, wenn ich ihn dafür seine dumme Fresse hätte einhauen dürfen, traute mich dann aber doch nicht es auszuprobieren.

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Um 16.00 wurde geöffnet und außer einer 5 Liter Tupperware mit Karotten Suppe die mir aus der Hand glitt und sich auf der Straße ergoss, brachte ich alles heile an den Stand und es konnte theoretisch los gehen.
Praktisch war es jedoch schwierig, da mein Sohnemann der im Vorfeld seine Hilfe anbot nicht erschien und zu zweit wäre es einfach nicht möglich gewesen die Massen zu versorgen ohne durchzudrehen.
Alle Versuche noch schnell eine Aushilfe aufzutreiben schlugen fehl, bis mir ein alter Kumpel einfiel der hier gerade Ferien macht.
Die Begeisterung seinerseits im Urlaub arbeiten zu müssen hielt sich zwar in Grenzen, aber als ich ihm Freibier für die ganze Nacht in Aussicht stellte, willigte er schließlich ein.

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Anfänglich war es noch sehr überschaubar auf dem Platz, nur wenige Leute fanden sich an unseren Imbiss Stand ein und ich bekam langsam weiche Knie, sah ich meine Investition in all das ganze Futter doch arg gefährdet.
Doch gegen 20.00 Uhr brach die Hölle los, eine riesige Menschenschlange formte sich vor unseren Augen und die Thüringer Rostbratwürste, Fleischbrötchen, Suppen etc. gingen im Sekundentakt über den Tresen.
An Bier trinken war nicht mehr zu denken, der Schweiß rann in Strömen die Körper hinab, eine Mischung aus purer Panik und heller Freude spiegelte sich in unseren Augen und zweieinhalb Stunden später war der Zauber vorbei.
AUSVERKAUFT!

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Zu dritt war die Bude schnell abgebaut, das Material verstaut und schließlich mischten wir uns unters feiernde Volk und betranken uns völlig ausgepowert aber überglücklich, bis in die frühen Morgenstunden.
Erst am späten Nachmittag nach dem Aufstehen, zählten wir das eingenommene Vermögen, grinsten breit und beschlossen das das Ergebnis durchaus ein Grund zum feiern wäre.
Da bot sich das im Dorf stattfindende Sardinen Fest natürlich an, kostenloser Fisch und Wein solange der Vorrat reicht.
Der Vorrat war enorm und reichte lange. 😎

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Aber das ist eine andere Geschichte die hier sicher noch erzählt wird, wenn es weiter geht mit meinem wieder aufgenommenen …

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