Da ahnt man nichts Böses und plötzlich klopfen zwei Typen an die Tür, von denen man zwar schon mal gelesen hat, sie aber persönlich noch nie zuvor gesehen hat.
„ Was gibt’s ?„ fragte ich den Einen, der sich u.a. durch einen mir ungewohnt gesprochenen Dialekt hervor hob.
„ Wir müssen reden „ gab er mir zu verstehen, was sein Begleiter mit einem Kopfnicken unterstrich.
Etwas nervös, aber durchaus neugierig geworden, was denn die zwei Fremden mit mir zu besprechen hätten, bat ich sie hereinzutreten in die gute Stube.
Wir nahmen Platz am runden Tisch, ich servierte den Besuchern ein Bier und plötzlich fragte mich der bisher schweigsame Typ, der, wie er mir verriet in Brandenburg lebt, wohin er vor vielen Jahren aus dem Westen floh, ob ich nicht Bock hätte mit Ihnen über mein Leben zu sprechen?
Etwas verdutzt darüber was die Jungs mein Leben angeht, schlug ich vor sich erst mal vorzustellen.
So erfuhr ich, das ich es mit zwei Herren im mittleren Alter zu tun hatte, die sich Leroy und Stephan nannten.
Es war der Frust über die neue Zeit, in der sich Millionen Menschen vor einem Virus fürchten, sich wie die Schafe zur Impfbank führen lassen, Leute in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt werden wenn sie mal husten und teils ihre Arbeit verlieren, weil sie einen immer autoritärer werdenden Staat hinterfragen, der sie dazu trieb einen Podcast zu machen, in denen sie Menschen interviewen die noch die alten, vermeintlich besseren Zeiten kennen.
So gerieten sie in ihrer dritten Runde an mich.
Nach anfänglichem, etwas unsicheren Stottern nahm die Unterhaltung Fahrt auf, schnell schloss ich die gar nicht mehr so fremd wirkenden Besucher ins Herz, ließ jegliche Scham fallen und berichtete ihnen offen aus Zeiten, die viele nur noch aus Büchern kennen.
Geschichten über Aufmüpfigkeit, jugendliche Sünden, Gewalt, politische Eskapaden, Polizeiterror, Republikflucht, Leben in der Fremde und vieles mehr, kamen mir über die Lippen, exklusiv für den Podcast meiner ausgesprochen sympathischen Gesprächspartner. Ich hoffe das sie mich verstanden haben, stellte ich doch später beim anhören unser Unterhaltung verwundert fest, das ich doch noch immer einen sehr gewöhnungsbedürftigen Dialekt spreche. Es ist schon gruselig seine eigene Stimme zu hören. 😎
Nebenbei erfuhr ich auch einiges Interessantes über meine Gäste am Tisch und nach einigen Bieren und einer Pinkelpause beendeten wir unser kleines Treffen und widmeten uns wieder der Gegenwart.
Gerne lade ich auch Dich ein der Altherren Runde zuzuhören, was du unter den folgenden Links tun kannst.
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Bis zum nächsten mal! 😎