Abwarten und Tee trinken ... 😎

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Tief durchatmen und genießen.
Nichts anderes tat ich heute Vormittag als ich nach draußen ging und zu meiner großen Überraschung sah ich ein Licht am Himmel, die Sonne schien. Der Blick aufs Thermometer machte die Verwirrung perfekt, 20 Grad Celsius um 9.30 Uhr in der Früh, was für ein Wahnsinn.
Natürlich sind solche Temperaturen um diese Zeit hier eigentlich nichts wirklich Außergewöhnliches, aber nach Frost und wochenlangen Dauerregen, hatte ich die Hoffnung fast schon aufgegeben die Sonne jemals wieder zu sehen.
Die Vorhersage gibt sich optimistisch und so man ihr trauen kann, soll es die nächsten Tage freundlich bleiben, was im Februar bedeutet, frühlingshafte Tage und bitterkalte Nächte.
Winterwetter wie ich es liebe, bin ich im Gegensatz zu einigen Mitmenschen doch in der Lage meine Hütte warm zu heizen.

Ein guter Tag um mal genauer hinzuschauen was der Garten macht.
Doch bevor es los ging erblickte ich direkt vorm Haus in Liebchens Blumenbeet zwei Fremde, die dort eigentlich nicht hingehören.
Irgendwie sind dort wohl, auf welchem Weg auch immer, mal ein paar Tabaksamen gelandet und nun stehen dort zwei kleine Tabakpflanzen in der Blüte, was mehr als sonderbar ist, gedeihen und blühen sie eigentlich im Sommer.

tabak.jpg

Apropo Tabak, durch die Corona bedingten Reisebeschränkungen bekomme ich praktisch keine Besuche mehr aus Deutschland, die mich regelmäßig mit dem dort deutlich günstigeren Tabak versorgten und meine Reserven sind aufgebraucht.
Da ich mich weigere 9 Euro für 30g Rauchkram zu zahlen, liebäugelte ich schon mit dem Gedanken die Qualmerei ganz aufzugeben, kann mich aber nicht 100% damit anfreunden. Die eine oder andere Kippe am Tag, möchte ich nicht missen.

tabak schneiden.jpg

Da fiel mir ein, das ich ja noch massenweise Tabakblätter gelagert habe, die ich vor ca. 3 Jahren erntete und es mir damals nicht gelang, daraus einen gescheiten Drehtabak zu produzieren.
Also kramte ich den Tabak, welchen ich teilweise im Vakuum verpackt hatte wieder hervor, schnitt zwei Blätter und drehte mir eine Zigarette davon.
Die lange Lagerung brachte es wohl, das Zeug schmeckt plötzlich wie eine Kippe schmecken soll und vor allem geht er nicht ständig aus.
Die gelagerten Reserven sollten für ein paar Monate reichen.

Im Garten schien alles normal, die Erbsen und dicken Bohnen sind am wachsen, ein paar Brokkoli Köpfe können geerntet werden, Möhrchen und Rüben gedeihen prächtig und auch der Spargel schießt empor.
Mit dem ernten warte ich noch, er soll erst mal etwas Kraut bilden und voraussichtlich ab März, gibt es Spargel satt.

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Sorge bereitet mir mein Jiaogulan, das Unsterblichkeitskraut, welches ich letztes Jahr liebevoll in Töpfen heranzog und den erfrischenden wie außerordentlich gesunden Tee daraus, den ich aus den Blättern mache sehr zu schätzen lernte.
Die Pflanzen säen sich selbst aus bevor sie im Winter verkümmern und sollten eigentlich wieder nachwachsen wenn es wärmer wird. Noch ist nichts davon zu sehen, lediglich eine dicke Brennnessel macht sich in einem Topf breit.

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Wahrscheinlich dauert es noch ein wenig ehe die Samen aufgehen und gedeihen. Ist ja kein Problem, da heißt es abwarten und Tee trinken.
Glücklicherweise gehört auch der Brennnessel Tee zu meinen absoluten Favoriten und davon gibt es jetzt zuhauf.

Ein schöner Tag neigt sich dem Ende, wie auch dieser kleine Beitrag.
Euch schon mal ein entspanntes Wochenende, bleibt gesund und lasst Euch nicht ärgern! 😎
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FOTOS: muelli@muelli

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