Seit nun mehr als zwei Jahren verwende ich auf all meinen PCs, mit denen ich regelmäßig arbeite, ausschließlich Linux. Wobei ich Linux schon seit über 10 Jahren einsetze.
Ich möchte euch, in dieser Serie mit auf meine Reise zur Windowsfreien-Zone einladen.
Dabei zeige ich euch auf welche Herausforderungen ich gestoßen bin und warum ich diesen Schritt nicht bereue.
In der letzten Folge haben wir gesehen, dass Windows 8 doof ist und SteamOS leider kein großer Erfolg.
Diese Folge erzählt meine Geschichte von Ende 2013 - 2014.
Viel Spaß beim Lesen :)
Anfang November hörte ich zum ersten Mal von Bitcoin und war gleich ziemlich geflasht davon.
Ich dachte mir nur so „Woooooooooow“ der liegt ja schon bei etwa $200 und steigt Tag für Tag an.
Da wollte ich gerne mitspielen.
Der Kurs stieg sogar auf über unglaubliche $1000 an.
Heute würden wir lachen, damals war es eine Sensation.
Also investierte ich ein wenig und kaufte mir auch solche USB-ASICMINER. Da ich nun nicht alle USB-Ports an meinen Computern verschwenden wollte, wünschte ich mir zu Weihnachten einen Raspberry Pi 1 Model B.
Daraus baute ich mir denn nach Anleitung einen Bitcoinminer mit etwa 1,6 GH/s.
Ich finde leider nicht mehr die Bilder, die ich damals gemacht habe, ich hatte auf jeden Fall einen RPi, ein USB-Hub, einen USB-Lüfter und 5 USB-ASICMINER in eine Box gebaut und auf diesen konnte ich von außen von einem Display aus zugreifen. Das sah so ähnlich aus, die bei dieser Anleitung, nur eben, dass das Display an der Außenseite einer Box befestigt war.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen: "Nicht die Bohne". Auch wenn damals Freunde von mehr sehr beeindruckt von der Kiste waren.
Das stumpfe Abarbeiten einer Anleitung erweitert nur bedingt seine Kenntnisse über eine Sache.
Ende Februar war denn auch schon wieder Schluss mit dem Hype und ich verkaufte die ASICMINER, der Raspberry Pi durfte jedoch bleiben. :)
Für den Raspberry Pi gibt es zwar inzwischen so einige Betriebssysteme, ja sogar Windows 10 IoT Core (Ich lach mich schlapp). Aber für mich war das einzig wahre Betriebssystem Raspbian, welches auf Debian basiert. So wie eigentlich so ziemlich alle Betriebssysteme mit denen ich zu tun hatte (Linux Mint, Ubuntu, Kali Linux…).
Ich sollte in ca. zwei Jahren sogar zum totalen Debianfreak mutieren, aber dazu später mehr.
Auf jeden Fall hatte Debian mich für sich gewonnen.
Nebenbei beschäftige ich mich zwar auch noch mit CentOS, quasi die kostenfreie Version für Red Hat Enterprise Linux (RHEL), aber olle Suse, Arch und Co. spielen für mich gar keine Rolle mehr.
2014 hatte ich hauptsächlich Linux in virtuellen Umgebungen gestartet, um verschiedene Umgebungen zu testen. Hierzu verwendete ich VirtualBox, welches ich bis heute auch noch favorisiere.
Vor allem liebe ich die Snapshot-Funktion, welche es erlaubt bei Fehlern oder unerwartetem Verhalten immer wieder zurückzuspringen. Absolut Klasse!!!
Vielen Dank fürs Lesen 😄
Fun Fact: Wusstet ihr, dass das "Pi" von Raspbberry Pi eigentlich für "Python Interpreter" steht? Deshalb wird es in der nächsten Folge um Python gehen. Wir kommen langsam aber sicher der Ablösung von Windows immer näher.
Checkt bitte auch meine anderen Folgen:
Windowsfreie Zone: Mein kompletter Umstieg auf Linux #1
Windowsfreie Zone: Mein kompletter Umstieg auf Linux #2
Windowsfreie Zone: Mein kompletter Umstieg auf Linux #3
Alle verwendeten Bilder sind von pixabay, iconmonstr, openclipart oder von mir selber erstellt.
Da ich bisher noch nicht so viel SP besitze, unterstützt ein Bot meine Upvotes auf eure Kommentare :)
Bei Fragen, gerne fragen.
VG Max