Was kommt?

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In diesen Tagen ist mal wieder ein Thema hochgekommen, welches ich lieber ausblenden und verdrängen will. Aber eigentlich ist es doch immer gegenwärtig und bestimmt große Teile unseres Lebens.

Denn alles, was einen Anfang hat, endet unweigerlich eines Tages auch wieder. Vor einigen Jahrzehnten wurden wir noch unschuldig in diese Welt geworfen und hatten unser ganzes Leben noch vor sich. Im Laufe der Zeit mögen zwar einige neue Gesichter, Freunde und auch Familie, dazu gekommen sein, aber auf der anderen Seite sind auch einige vertraute Gesichter verschwunden. Meist viel zu früh und oft unerwartet, und fast immer schmerzhaft und belastend. Das eigene Herz hat schon eine ganze Menge ertragen müssen, aber auch wenn es noch so schwer wiegt, blieb uns doch nichts anderes übrig, als immer wieder nach vorne zu schauen.

Gerade scheinen sich nun in meinem Umfeld die Hiobsbotschaften zu häufen, auch wenn der Einschlag noch nicht ganz so nah gekommen ist. Der Tod gehört natürlich zum Leben dazu, genau so wie die Geburt, aber natürlich hat man es damit gar nicht eilig und möchte ihn so lange es geht hinausschieben. So geht es wohl auch den meisten Menschen, die fast schon ein Jahrhundert auf dieser Erde wandeln. Es ist fast immer zu früh, auch wenn es vielleicht manchmal doch eine Erlösung sein kann.

Aber wenn es nun Menschen trifft, die eigentlich noch voll im Saft stehen sollten, ist man um so mehr geschockt und ratlos. Auch wenn es jemanden trifft, der nicht unbedingt zum eigenen Umfeld gehören, aber mit dem man bereits so einige freundliche Worte gewechselt hat.

Dann sieht man sich selber an und versteht mal wieder die Welt nicht. Natürlich ist man alt genug um zu verstehen, aber trotzdem trifft es einem immer wieder wie ein Schlag. Was wäre wenn und wer ist der nächste? Keiner wird einem diese Fragen beantworten können und oft schiebt man seine Gefühle ganz weit von sich weg und versucht sich abzulenken.

Jeder hat einen anderen Weg, um mit Schicksalsschlägen umzugehen und diese zu verarbeiten. Aber manchmal ist es wahrscheinlich doch angebracht, seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen, und vor allem, diese mit anderen zu teilen. Vielleicht liegt ja im Verlust immer auch der Keim für einen Neuanfang. Vor allem sollte er die eigene Hoffnung und das eigene Verlangen anfeuern, diesem Leben noch mehr abzugewinnen und noch weiter voranzukommen.

Morgen gibt es einen neuen Tag, welcher zwar voller Termine ist, zwischen denen ich aber unbedingt ein wenig Zeit frei machen will, um diese mit den Menschen zu teilen, die mein Herz am meisten erwärmen. Nicht alle davon sind in meiner Nähe, aber in Gedanken doch immer bei mir. Und ich hoffe sehr, dass ich es in naher Zukunft schaffe, auch diese wieder in meine Arme zu nehmen.

Was kommt? | Ecency