Kapazitätsausfall - Zu einer sehr ungünstigen Zeit

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In der letzten Zeit scheint jeder Monat eine neue unangenehme Überraschung mit sich zu bringen. Da die Kleinen im Kindergarten sind, bringen sie von dort regelmäßig die interessantesten Viren mit nach Hause, welche sich hier bei uns scheinbar super wohl zu fühlen scheinen.

Meist trifft es zum Glück nicht alle von uns, und insbesondere wir Erwachsenen sind dann, als die Kinder am kränkeln waren, oft doch verschont geblieben und hatten die Chance, uns um den Rest der Familie zu kümmern.

Aber seit Kurzem sieht das ein wenig anders aus und wir werden nun alle gemeinsam heimgesucht. Zuerst hatte uns auch die letzte Corona-Welle erreicht und nacheinander durchgeseucht. Das ganze kam letztendlich doch ziemlich überraschend und unerwartet und artete zu einem kleinen Trauerspiel aus, da wir für genau jene Tage ziemlich hochtrabene Pläne hatten, die sich dann leider in Schall und Rauch aufgelöst hatten.

Anschließend war es der fiese Noro-virus, der seinen Weg zu uns gefunden und unbarmherzig zugeschlagen hatte. Auch hier traf es fast die gesamte Bande, wobei ich gefühlt am meisten zu leiden hatte. Eigentlich habe ich ja so gut wie nie Fieber, aber das war nun bereits das zweite Mal innerhalb von kurzer Zeit.

Und nun ist es die gemeine Grippe, die sich ihren Weg durch unsere Reihen frisst. Auch dieser unangemeldete Überfall kam hinterrücks und ohne Ankündigung. Einer nach dem anderen fällt nun aus hier im Haus, obwohl doch eigentlich verschiedene kleine aber wichtige Termine anstehen. Aber wenn das Fieber auf über 40 Grad steigt, ist es wohl doch besser, alles Anstehende abzusagen und das Bett zu hüten.

Bisher bin ich der Einzige, der noch halbwegs auf seinem Posten ist. Glücklicherweise kann ich noch keine wirklichen Anzeichen auf einen kommenden Black-Out bei mir bemerken, bis auf die übliche Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Aber daran bin ich ja fast schon gewohnt.

Wahrscheinlich muss ich mich nun wieder absondern, obwohl das eigentlich gar nicht möglich ist. Zu eng wohnen wir zusammen und zu viel muss gemeinsam erledigt werden, als dass ich dem kranken Rest der Familie für längere Zeit einfach so aus dem Weg gehen könnte.

Und das, wo doch in Kürze ganz hoher Besuch ins Haus steht. Da können wir es uns gar nicht leisten, dass noch mehr Kapazitäten ausfallen. Viel dagegen machen können wir dann aber wohl nicht, außer zumindest die Hoffnung bewahren, und mit gutem Beispiel und guter Laune vorangehen.

Vielleicht kann ich den fiesen Eindringling ja einfach weglächeln. Ein Versuch ist es zumindest wert!

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