Immer noch nicht los gemacht? 👻🙄⛄️

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Und schon wieder ist ein Monat halb rum und wir wundern uns, wo die Zeit geblieben ist. Dem Februar fehlen ja traditionell immer einige Tage, was natürlich auch immer dazu führt, dass dieser Monat etwas früher vorbei ist. Aber in diesem Jahr kommt mir alles noch schneller vor als sonst und ich sehe die Tage und Wochen nur so verfliegen, ohne dass ich endlich einen festen Halt finden kann. Irgendwie verorte ich mich immer noch im letzten Jahr, welches nun aber doch schon eine ganze Zeit vorbei ist.

Wahrscheinlich ist es wirklich der Winter und das nass-feuchte Wetter um uns herum, das uns in dieser Zeit lähmt und zurückhält. Nicht nur mir scheint es schwer zu fallen, in Schwung zu kommen und all die anstehenden Aufgaben, mit aller Kraft anzugehen. Vieles wird nur halbherzig erledigt und man igelt sich lieber noch ein wenig zu Hause vor dem Ofen ein. Der eigene Radius scheint immer noch ziemlich eingeschränkt und man schiebt viele Termine noch ein wenig auf und hofft auf andere und bessere Zeiten. Und in denen hat man sich so viel vorgenommen.

Natürlich werden diese kommen, aber üblicherweise werden wir auch dann kaum Zeit finden. Zu viel muss erledigt werden und zu vieles kommt unerwartet jeden Tag dazu. Und dann stehen wir ganz schnell vor dem gleichem Dilemma, dass der Tag nur vierundzwanzig Stunden und die Woche nur sieben Tage hat. Und dass wir von den vielen Dingen, die wir uns vorgenommen haben, wieder nur einen Bruchteil angegangen und erledigt haben. Wieder suchen wir Gründe und Ausreden und werden dabei wie üblich auf die gleichen ausgelatschten Phrasen zurückgreifen und Besserung geloben.

Eine einfache Lösung steht wohl eher nicht ins Haus. Wahrscheinlich hilft es nur, den gordischen Knoten mit aller Kraft duchzutrennen und von Vorne anzufangen. Aber haben wir dazu überhaupt den Mut und die Kraft? Wer von uns traut sich denn schon, die gewohnten Pfade zu verlassen und durch unbekanntes Terrain zu stolpern. Zu bequem haben wir uns eingerichtet und sind dabei mit unseren Gewohnheiten oft ein wenig lethargisch geworden. So richtig vom Fleck kommen wir dabei natürlich nicht, aber da es den meisten Menschen in unserer Umgebung so zu gehen scheint, stört uns das nicht weiter.

Doch wenn man Menschen trifft, die die Orientierung noch nicht ganz verloren haben und zielstrebig und zügig auf ihr Ziel zusteuern, kann uns das dann ganz plötzlich ziemlich irritieren und verwirren. Und dann überlegen wir für einen kurzen Augenblick, wie wir es ihnen gleich tun und den Rückstand verkürzen könnten. Aber während wir noch überlegen, verlieren wir weiterhin an Boden und auch an Motivation. Zu umständlich und zu mühselig erscheint uns die vor uns liegenden Aufgabe, als dass wir sie wirklich angehen wollten. Nun braucht es schnell eine weitere Ausrede, mit der wir uns selbst belügen können. Aber diese sind glücklicherweise schnell zur Hand und scheinen uns nicht auszugehen. Und wenn doch, können wir sie uns ja auch von unserem Nachbarn borgen, der hat auch immer ein paar davon auf Lager und teilt gerne mit uns.

Vielleicht ist es ja doch noch nicht zu spät. Ich setzte immer noch etwas Hoffnung auf die kommende Jahreszeit, welche uns vielleicht doch noch den nötigen Schwung und Ansporn gibt, um endlich auf unseren bequemen Komfortzone aufzubrechen und uns auf den Weg zu machen. Zumindest scheine ich ja die Zeichen der Zeit zumindest schon einmal erkannt zu haben. Und Einsicht ist doch nun einmal der erste Schritt zur Besserung!

Immer noch nicht los gemacht? 👻🙄⛄️ | Ecency