Dümmer wird man davon auf jeden Fall nicht.
Da muss ich leider widersprechen. Man kann sich sehr wohl dummlesen. Es ist gar nicht so selten. Leroy kennt einige Opfer.
Ein extremer, aber beispielhafter Fall, ist ein ehemaliger Kamerad von mir. Ein kluges, sehr aufgewecktes und interessiertes Kerlchen. Irgendwann fing er an, Nietzsche und Schopenhauer im Selbststudium zu inhalieren.
Löblich, denkt sich da der Pilzzüchter.
Kommt darauf an, entgegnet der Anwalt. Irgendwann war der so vom Übermenschen besessen, dass er anfing Leistungssportler zu stalken, da er an ihrem Übermenschentum teilhaben wollte.
Den haben sie dann irgendwann eingesammelt.
Ich weiß, es hört sich scheiße und blasiert an, aber die unangeleitete bzw. unbegleitete (bzw. ohne tieferes Verständnis von der philosophischen Vorgeschichte und inneren Bezüge und v.a. Gegenwartsbezüge der damaligen Zeit unterfütterte) Lektüre kann zarte Gemüter durchaus beschädigen.
Einige sollen sich sogar radikalisiert haben, was natürlich das Allerschlimmste ist, v.a. wenn es eine antidemokratische Richtung (im aktuellen Sinne natürlich) annimmt.
Wir wissen es doch alle: Den Linkshegelianern sind die Kommunisten entsprungen, den Schopenhauerianern die Faschisten.
Ich glaube, so war es. Schuld daran sind natürlich Hegel/Marx und Schopenhauer/Nietzsche.
Also Obacht!
Lieber Goethe und Tolstoj, Schiller und Puschkin lesen. Er wenn man dann gefestigt ist, darf man sich an Dostojewski und Büchner wagen.
RE: Erntezeit