patriarchale Kulturen sind in keiner Weise, wie oft fälschlicherweise behauptet wird, die naturgemäßen ("survival of the fittest"). Das friedliche Ur-Prinzip ist das naturgemäße und somit dem Leben zuträglichere.
Was heist denn "naturgemäß", was aktuell vorherscht das IST naturgemäß. Der Platsikbecher im Ozean ist nicht weniger naturgemäß als das Blümchen auf der Wiese. Evolution geht nie um das Überleben eines Einzelnen und auch nicht der Art, es ist ein probabilistischer Prozess konkurierender Gene.
So gibt es beides: Kooperative, altruistische Strategien und kompetitive aggresive Strategien. Was sich durchsetzt ist momentan optimal. Bei "höheren" Tieren ist ja meist ein Mix aus beidem.
Löwenmännchen, manchmal auch Kater töten den Nachwuchs von konkurrenten. Schimpansen-Männchen erschlagen aus Wut Weibchen, einige Spinnenweibchen fressen ihre Geschlechtspartner, Bienenköniginen haben männliche Klone nur um diese zu versklaven... es gibt aber auch kooperative Strukturen und der Fakt dass wir im Westen alle unversehrt bleiben sieht für mich nicht nach "bösem" Patriachat aus. Aber wie in deinem Prokrastinations Artikel gibt es durchaus den nervigen "patriachalen" Zeigefinger, schweres Thema.
RE: Entstehung und Ausbreitung von Herrschaft - die 'Saharasia'-These