Mein Feuerplatz - Heilkreis

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Mein Dank gilt dem gestrigen sonnigen Tag, der mich endlich in den Garten führte, wo sich mein Heilkreis befindet. Es ist eine Feuerstelle, umgeben von sieben Baumstümpfen und einem Stuhl, unter einem Walnussbaum gelegen, im Obstgarten meines Nachbarn, der etwa 200m von meinem Haus zwischen Wiesen und Feldern liegt.

Seit 2011 hatte ich begonnen Heilkreise an wechselnden Orten aufzubauen, die von unterschiedlichen Themen geprägt waren, je nach Auftraggeber, sprich der Person, die mich um diese Arbeit gebeten hatte. Dazwischen waren hatte es immer längere Pausen gegeben, doch das änderte sich, als ich 2015 das Angebot meines Nachbarn annahm den Heilkreis in seinen Obstgarten zu bringen. Es folgten zwei aktive Jahre, bis ich diese im März 2017 zu einem bewussten Abschluss führte. Ich war der nach Heilung rufenden Themen müde und konnte für mich selber sagen, ja da habe ich viel durchgearbeitet und geschafft, aber bevor ich weiter Menschen in den Kreis einlade, brauche ich Regeneration. Nun ist ein Jahr vergangen und Gras darüber gewachsen.

Gestern konnte ich mich davon überzeugen, dass Tiere den Platz in der Zwischenzeit reichlich bewohnt haben. Eins übers andere Erdloch zeugte davon. Viele tote Äste des Walnussbaumes lagen herunter geweht herum. Ich säuberte die Feuerstelle, las das Astwerk auf und gab es auf das Holz, dass ich für das Feuer aufgeschichtet hatte. Meine Trommel brachte ich mit und eine Decke. 

Wenn ich alleine im Heilkreis bin, liebe ich es auf dem Stuhl zu sitzen. Ansonsten ist er reserviert für kranke Teilnehmer, die eine Lehne brauchen und sich so besser in warme Decken einhüllen können.  Ich zündete das Feuer an, reinigte den Kreis mit dem Rauch eines der Kräutersticks, die ich selber herstelle. Im Geiste lud ich die guten Kräfte ein, die meine Arbeit hier begleiten und begann zu trommeln.

Mein Heilkreis ist Symbol für das Herz von Mutter Erde, durch die Elemente gewogen, verbunden mit den Ahnen, der Trommel und den Liedern der Lakota Spiritualität. Insoweit ich das so benenne, will ich das auch gleich wieder einschränken, denn ich möchte die indianische Spiritualität als solche schützen und nicht behaupten, dass ich als Europäerin überhaupt indianische Spiritualität vermitteln könnte. Vielmehr laufen in meiner eigenen spirituellen Praxis mehrere spirituelle Wege zusammen, die ich allesamt anerkenne und deren wertvolles Wirken in der Welt ich sehen kann.

In der indianischen Spiritualität habe ich mich mehr als zwanzig Jahre eingebracht und gelernt. Gleichermaßen schöpfe ich aus dem, was ich weiß und nicht weiß, und manifestiere den Heilkreis als einen naturverbundenen offenen Raum, wo die Teilnehmer den Zugang in das eigene Gewahrsein finden können, abseits ihrer Alltagsstrukturen.

Während Problemstellungen, die so sehr der Heilung bedürften, in den vergangenen Jahren dominant waren, möchte ich mich nun für eine mildere Form der Begegnung entscheiden, doch letztlich weiß ich nicht, was auf mich zukommt, wenn ich den Heilkreis wieder für Teilnehmer öffne. Es wird geschehen, was geschieht. Doch bevor es soweit ist, gehören die kommenden Besuche an dem Platz erst einmal mir alleine und ich teile gerne mit euch, wie es hier weitergeht.

Mein Feuerplatz - Heilkreis | Ecency