Schön, wie du einem anfangs traurigen Anblick auch etwas Schönes abgewinnen kannst, was wieder mal zeigt, dass eben vieles im Leben auch von der eigenen Sicht auf die Welt abhängig sein kann. :)
Es gibt übrigens auch Christen, die gerade wegen ihres Glaubens auf Weihnachtsbäume verzichten, da diese an zu Ehren der Mondgöttin Astarte in die Erde gepflanzte Baumstämme ohne Wurzeln erinnern, die für gewöhnlich mit stehengelassenen Zweigen neben den Altären des Baal (unter den semitischen Völkern damals die höchste verehrte männliche Gottheit) aufgerichtet wurden, heute aber aufgrund von eingeführten "Traditionen" größtenteils als Bestandteil eines christlichen Festes angesehen werden.
Natürlich ist immer die "Herzenshaltung" derjenigen wichtig, die sich so einen Baum holen. Während solche interessanten Fakten für Menschen außerhalb des Christentums meist eh keine große Rolle spielen (Interesse gibt es da schon, aber natürlich bringen diese Informationen die meisten Leute nicht dazu, so einen Baum in ihrem Heim deswegen abzulehnen), gibt es auch Gläubige, die sich gar nicht darüber bewusst sind, was für eine Rolle so eine Art Baum früher überhaupt spielte, vor allem im Hinblick darauf, dass auch der weise König Salomo gemäß Bibel damals ausgerechnet jener Mondgöttin bzw. Götzin nachlief (1. Könige 11:33), der zu Ehren eben so ein Baumstamm mit stehengelassenen Zweigen in die Erde gepflanzt wurde.
Was den Baum selber angeht, wird es ihm wohl herzlich egal sein, warum er verschont wird, solange er nur dort bleiben kann, wo er eigentlich auch hingehört. ;-)
RE: Das stille Schicksal der Weihnachtsbäume