Es ist zwar schon echt spät, aber ich kann (und will) es mir nicht nehmen lassen, auch meinen kleinen Beitrag zur Poetry-Slam-Challenge von @joe.backpacker zu liefern. :)
(Danke @theaustrianguy für's Resteemen!)
Wie ein Spieler auf der Bank,
Sitzt er da und schaut vom Rand,
Was dort passiert, im großen Netz,
Doch „Aktiv sein“ – wohl zu Letzt!
„Ich schau’ zu und lass die machen,
Soll was schreiben? Kann nur lachen!
Meine Stimm’ auch gar nichts zählt!“
Dafür seien andere erwählt.
So ziehn die Jahre still ins Land,
Bisweil’n ergraut, doch nicht erkannt,
Dass niemand je ihn wahrgenommen,
So ist er denn auch umgekommen.
Bild-Quelle: Mauga Houba-Hausherr | Malerei
Da einige Leser das dramatische Ende des Votenichts bedauern, sei dem Gedicht nun dieser Hinweis beigefügt:
Die Figur des Votenichts ist rein fiktiv und soll symbolisch verstanden werden. Sein Verhalten und wie es ihm ergeht, soll (ähnlich dem Struwwelpeter) beim Leser eine Bewusstseinsänderung bewirken. Bei Verfassen des Gedichts sind keinerlei Votenichtse verletzt worden oder ums Leben gekommen.
Grüße an @kissi,
@marite und
@asperger-kids. :)