RE: RE: Gedanken zu Kultur, Identität, Loyalität.
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RE: Gedanken zu Kultur, Identität, Loyalität.

jaki01(76)
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#deutsch
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Nun ja, also teilweise können wir uns hier einander annähern, allerdings sehe ich mir Fremdes eben nicht vor allem bei denen, die tatsächlich aus der 'Fremde' stammen: Vieles von dem, was ich in der direkten Nachbarschaft (unter 'Biodeutschen') beobachte, ist mir völlig unverständlich ... mit welchem Ergötzen so mancher Deutsche z. B. früh morgens seinen lärmenden Laubsauger betätigt, wie bienenfeindlich kurz Rasen und Hecken geschnitten werden, das Laub sorgfältig weggekehrt (oder eben schlimmer noch: gesaugt), aber zugleich liegen überall weggeworfene Plastikverpackungen, Hundekot und nicht mehr benutzte Atemmasken herum ... da bleibt mir nur, zu staunen und mich als Alien zu fühlen, mitten unter Deutschen.
Wie nah mir dagegen doch beispielsweise ein chinesischer Umweltschützer wäre, der aus tiefer Überzeugung irgendein Projekt gegen die zunehmende Vermüllung initiierte ... Allein diese kleine aber wichtige Schnittmenge machte ihn für mich interessanter als etliche Mitglieder meiner 'Wertegemeinschaft', denen mir wichtige Werte, wie z. B. die eigene Umwelt sauber zu halten, völlig schnuppe sind.

Und was "ungezügelte Zuwanderung" betrifft, kann ich dir versichern, dass die Hürden für den Erhalt eines Visums für nicht privilegierte Menschen aus ärmeren Ländern extrem hoch sind.
Wir, also meine Frau und ich, wären vor über zehn Jahren beim Versuch, ihr ein Schengenvisum zu besorgen, beinahe krachend gescheitert, obwohl ich eine Verpflichtungserklärung unterschrieben hatte, ein Rückflugticket vorlag, und alle von der deutschen Botschaft geforderten Dokumente bereitgestellt waren. Nachdem der Antrag, nach vielen vorausgehenden Schikanen wie nachträglich verlangten, vorher nicht erwähnten Dokumenten und daraus resultierenden zahlreichen Fahrten nach und teuren Übernachtungen in Jakarta, abgeschmettert worden war, folgte ein Wochenlanger, für mich sehr kostspieliger Kleinkrieg mit der deutschen Botschaft in Indonesien und deutschen Behörden. Hätte ich diesen Krieg verloren, wäre ich damals ausgewandert.
Erst als der zuständige Sachbearbeiter mir jegliche weitere Auskunft (aus "Datenschutzgründen") verweigern wollte, da ja nicht ich der Antragsteller sei und über keine Vollmacht der Antragstellerin verfüge, wendete sich das Blatt, weil wir ihm nachweisen konnten, dass meine Frau ihm diese Vollmacht längst geschickt hatte, er aber alles, was von ihr kam, geflissentlich ignoriert hatte.

Also, für den Durchschnittsinder, -indonesier oder gar -afrikaner sind die Hürden, auf legalem Wege in die EU zu gelangen, sehr hoch.

Bliebe noch die Flüchtlingspolitik als gesondert zu diskutierendes Thema ...

@jaki01: Nun ja, also | Ecency