Deine grundlegenden Werte entstehen durch die Gemeinschaft, in der du aufwächst, daran kannst du garnichts ändern.
Das ist zwar eine nett klingende Behauptung, mehr aber auch nicht. :)
Du weißt weder, was meine grundlegenden Werte sind, noch ob ich sie statistisch gesehen mit mehr Deutschen als beispielsweise Indern teile.
Oder irgendwas ist schief gegangen, dann bist ein Soziopath, das wollen wir mal nicht hoffen.
Verschiedenartigkeit von Menschen hat zunächst einmal gar nichts mit Soziopathentum zu tun.
... gewisse Ansichten wirst aber auch Du mit 99,99% Deiner Mitbürger teilen.
Ich bin mir sicher, weit mehr Ansichten mit meiner (ausländischen) Frau oder Freunden, die überall auf der Welt leben, zu teilen als mit einem Großteil aller Deutschen, von denen ich 99,99 % (um bei deiner Zahl zu bleiben) überhaupt nicht kenne.
Richtig ist: Es dürfte weltweit nur sehr wenige Menschen geben, mit denen ich überhaupt keine Ansichten teile. :)
Du müßtest im antiken Rom leben, oder bei den australischen Ureinwohnern vor der "Zivilisierung" durch die Briten.
Vielleicht würde ich ja enge Freundschaften mit einigen alten Römern und Briten schließen ... Da lebten sicher so einige, die mir 'seelenverwandter' waren als so mancher 'moderne' Deutsche.
Worin ich zustimme, aber das weißt du sicher ja, sofern du meinen Text aufmerksam gelesen hast, ist, dass nicht alle Eigenschaften statistisch gesehen planetenweit gleichmäßig verteilt sind.
Allerdings ist es doch schön, dass schon kleine Schnittmengen zweier 'Mikrokulturen' ausreichen können (z. B. eine gemeinsame Leidenschaft für das Schachspiel), um zwei sonst sehr verschiedene Individuen zu Freunden zu machen.
RE: Gedanken zu Kultur, Identität, Loyalität.