Nenne mir bitte mal die Quelle für Deine Zahlen.
Es gibt Ärzte die verdienen wirklich gut - das ist im Bereich der Augenheilkunde aber nur eine Minderheit - nämlich jene der Operateure die ausserhalb des KV Budgets kassieren dürften. Das sind ca. 2-3 Prozent aller Augenärzte die rund 50 Prozent des KV Budgets für Augenärzte abgreifen - die restlichen 97 Prozent der Augenärzte teilen sich die verbleibenden 50% der KV Honorarbudgets - alles was darüber hinaus geht ist gedeckelt und wird quasi mit einem Punktwert von nahezu null abgegolten.
Radiologen müssen mehrere Millionen in eine radiologische Praxis investieren - insbesondere für Scchnittbildgebung wir MRT und CT - so dass die finanziellen Risiken entsprechend hoch sind und zumeist das ganze in Form von Gemeinschaftspraxen stattfindet.
Augenarztpraxen und deren Aussstattung kosten ebenfalls ein Vermögen. Die meisten rein konservativen Augenärzte die ich kenne kommen so gerade über die Runden und reissen sich den Allerwertesten auf. Dafür reduziert sich die Lebenserwartung von Ärzten im Schnitt um 10 Jahre gegenüber einem Geistlichen.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass diese Zahlen aus der Luft gegriffen sind. Als Freelancer und freischaffender Arzt bist Du in diesem Land gearscht. Ich kenne genug Kollegen, die ihre KV Zulassung bereits zurück gegeben haben oder um die Hälfte reduziert haben - weil eben die Kosten nicht mehr gedeckt werden.
Realistisch sind für freiberufliche Vollzeit Augenärzte mit eigener Praxis (ohne operativen Bereich) allenfalls Bruttoeinnahmen vor Steuern von rund 90000-100000€ - vor Steuern und Sozialabgaben.
Davon kannste direkt mal die Hälfte dann noch abziehen für den Staat - so dass für die Mehrzahl der Ärzte ein Nettoeinkommen nach Steuern und Sozialabgaben in Deutschland von vielleicht 4000 Euro übrig bleiben - und das bei einer 60-80 Stundenwoche und Weiterbildungspflichten und Fortbildungspflichten abseits der Hamsterradmedizin und bei vollem finanziellen und betriebswirtschaftlichen Risiko - sprich Krank werden darfst Du nie - zumindest nicht ernsthaft und wenn deine MFA schwanger wird laufen die Kosten munter weiter - Regresse und Bürokratiewahnsinn nicht eingeschlossen.
Den Hausärzten geht es da etwas besser - wirkliche Großverdiener findest Du in der Medizin in Deutschland eigentlich bei den Nephrologen und bei den Radiologen - eine differenzierte Betrachtung tut aber hier not.
Was Selbstständigkeit bedeutet wissen aber die Klugscheisser nicht, die immer wegen des Politversagens gegen die Ärzteschaft wettern.
Die Zahlen, die von Dir in den Raum gestellt werden sind für Deutschland in keinsterweise realistisch - zumindest nicht für das Gros der Ärzteschaft.
Das mag für spanische oder italienische - und besonders für amerikanische Ärzte gelten - sicherlich aber nicht für die Mehrheit der Ärzte in Deutschland.
Ich für meinen Teil verdiene derzeit weniger als ein Bandarbeiter als bei Mercedes. Ganz offensichtlich bist Du dir auch nicht im klaren darüber welche Verantwortung die Ärzte an der Backe haben, seit dem seit Ulla Schmidt das Morbiditätsrisiko für GKV Versicherte von der Politik und den Planwirtschaftlern auf die Ärzte abgewälzt wurde anstatt es da zu lassen wo es hingehört - bei den Krankenversicherungen.
Und im übrigen, wenn die Beiträge zur GKV steigen, dann vor allem weil rund 1/3 der Beiträge allein für Rentenzahlungen verwendet werden - was Lauterbach und Konsorten euch natürlich auch nicht erzählen.
Schade, dass dein Beitrag so undifferenziert ist und auf die sozialistische Propagandamasche und deren Hetze gegen die Ärzte eingeht - was seit Jahren und Jahrzehnten dem Verbrecherstaat als Ausrede dient um vom eigenen gesundheitspolitischen Versagen abzulenken.
Denn der Kostentreiber in der Gesundheit sind nicht die Ärzte sondern die Planwirtschaftler und Politiker.
Das Verbrechersystem der Politik im Gesundheitswesen en detail zu erklären sprengt freilich jeden Kommentarbereich.
Du solltest daher vorsichtig sein auf die billige Propaganda der Sozialisten hereinzufallen. Politiker sind die wirklichen Vernichter eures Wohlstandes.
Das was die Mehrheit der Ärzte - rund 95% seit Jahren und Jahrzehnten erleben und erleiden muss - steht der Masse nun auch bevor. Staatliche Bevormundung von morgens bis abends - bis zum Untergang und zum Tod.
RE: Unsere Ärzte und ein paar „interessante“ Zahlen!