Vielleich weil vielen immigriert sind
Du meinst sicher emigriert (ausgewandert). (Ich gehe davon aus, daß du dich auf die Niederlande beziehst.)
Oh, ich weiß genau, warum die Familienfeiern erst seltener wurden und dann ganz wegbrachen: Umzüge, größere Entfernungen, Todesfälle, ausziehende Kinder (die nochmal weiter weg zogen), persönliche Entfremdung. Der mütterliche Teil meiner Familie hat eine Lösung gefunden, zu meiner Tante väterlicherseits hat nur noch mein Vater sehr losen Kontakt und sie wünscht es wohl auch so. Ob wir dann mitbekommen, wenn unsere Oma stirbt, und uns verabschieden können? Fraglich, aber man kann sich seine Familie nicht aussuchen.
Meine Wertschätzung für "etwas unternehmen" hat sich tatsächlich geändert - es ist ein bißchen so, wie @gaich schreibt, man möchte sich nicht dauernd aushalten lassen. Ich habe einen Kumpel, mit dem ich unregelmäßig ins Kino gehe. Ansonsten hab ich meine Sozialkontakte schon vor allem beim Ehrenamt. Und ein paar Freunde, die ich nur 1-4 mal im Jahr auf speziellen Treffen sehe, weil auch sie über Deutschland verteilt leben.
Ich glaube, man wird sich selbst genug, wenn man lange einfach nur morgens zur Arbeit geht, abends heim und dann nichts mehr macht außer fernsehen und Hausarbeit. So habe ich aber nie gelebt.
RE: Auf Autopilot